In Verbindung mit dem Weltdiabetestag fand am 13. November der Typ 1-Diabetikertag statt. Beteiligt waren die diabetologische Schwerpunktpraxis Dr. Georg Aderbauer, das Klinikum Weiden und die Diabetiker-SHG Weiden.
Nach der Begrüßung durch Dr. Georg Aderbauer und Karl-Heinz Stupka vom Diabetikerbund Bayern referierte Prof. Dr. Frank Kullmann von der Med. Klinik I des Klinikums Weiden über Bewegungsstörungen des Darms. Wenn der Magen den Speisebrei nicht weiter transportiert, kann dies zu massiven Verstopfungen oder chronischem Durchfall führen. Es gibt zwar moderne Entwicklungen wie Magenschrittmacher, dafür ist aber eine Operation nötig. Das A und O ist auch hier eine gute Blutzuckereinstellung.
Anschließend sprach Dr. Ivo Henrichs, Chefarzt der Kliniken St. Elisabeth in Neuburg/Donau über das Thema: “Wie viel Neues ist bei Diabetes Typ 1 erkennbar? Er sah erste Ansätze einer Lösung. Aber Heilungsaussichten z.B. durch eine Stammzelltherapie mit Ersatz der hormonbildenden Inselzellen seien noch in weiter Ferne. Er hob den Einsatz der Insulinpumpentherapie hervor, die schon seit Jahrzehnten eine große Hilfe sei. Über die Wirkungsweise der Insulinpumpenbehandlung informierte die Diabetesberaterin Petra Waeger aus München.
Parallel dazu fanden zwei Gesprächsrunden mit der Kinderpsychologin Verena Haberl und der Diabetesberaterin Doris Forster für Kinder mit Diabetes statt.
Zum Abschluss konnten sich alle Besucher über Diabetiker-Warnhunde informieren. Schon seit 10:30 Uhr war die Hundetrainerin Maja Wonisch mit Zwergschnauzer „Tequila“ vor Ort. Ab 12:15 Uhr erläuterte sie die Schulung, den Einsatz und die Kosten dieser Hunde. Auf einen kurzen Nenner gebracht: Diabetiker-Warnhunde begleiten ihr Herrchen oder Frauchen mit Diabetes und riechen, wenn der Zuckerwert nicht stimmt.
Am Ende plädierten die Anwesenden dafür, mit dem nächsten Diabetikertag für Typ 1-Diabetiker nicht wieder knapp 10 Jahre zu warten, sondern wünschten sich in schon zwei Jahren die nächste Veranstaltung.
Karl-Heinz Stupka, RV Oberpfalz Nord
