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SPD-Antrag: School-Nurses in Bayern

Zur am 9. April 2026 veröffentlichten Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion: Schulgesundheitsfachkräfte – das ist auch unsere Wunschlösung für Kinder und Jugendliche mit Diabetes in bayerischen Schulen – aber nicht nur für sie, sondern auch für mehr Gesundheitskompetenz, Prävention und Ernährungswissen für alle Schülerinnen und Schüler – ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft, jetzt und in der Zukunft.

Deshalb begrüßten wir schon den 1. Antrag der SPD vom 14. April 2025 „Unterstützung für Eltern und Lehrkräfte, Bildungsteilhabe für Kinder in Bayern: Einführung von Schulgesundheitsfachkräften“ (Drucksache 19/6409). Dieser Antrag wurde im Ausschuss Bildung und Kultus beraten. In der Beschlussempfehlung vom 08. Mai 2025 wurde empfohlen, den Antrag abzulehnen. Gegen den Antrag stimmten CSU, Freie Wähler und AfD, für den Antrag die SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Der Landtag lehnte diesen Antrag in seiner öffentlichen Sitzung am 02. Juli 2025 endgültig ab. Das haben wir sehr bedauert.

Nun wagte die SPD einen neuen Vorstoß, den wir sehr begrüßen. Am 9. April 2026 veröffentlichte sie eine Pressemitteilung zu ihrem am 25. Februar eingereichten Änderungsantrag zum Haushaltsplan 2026/2027 „Investitionen in die gesundheitliche Infrastruktur – Modellprojekt Schulgesundheitsfachkräfte an bayerischen Schulen" (Kap. 14 05 neue TG). (Drucksache 19/10149)

Die SPD fordert darin ein Modellprojekt für 6 Monate mit Start zum 1. Juli 2026. Es sollen Schulgesundheitsfachkräfte an 100 bayerischen Schulen eingesetzt werden – verteilt über alle Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern.

Schulgesundheitsfachkräfte helfen kranken Kindern und sparen langfristig Geld – so die Erfahrungen aus Modellprojekten in anderen Bundesländern. Sie machen zahlreiche Individualbegleitungen überflüssig. Das gilt auch für die meisten Kinder mit Diabetes. Eltern und Lehrkräfte werden entlastet, die Kinder können selbstverständlich und ganz normal am Unterricht teilnehmen, ohne „extra“ im Sinne von „es muss immer jemand für punktuelle Unterstützung dabei sein“ zu sein. Schulgesundheitskräfte bringen außerdem Gesundheits- und Ernährungsbildung in die Schulen, sie fördern damit die langfristige Prävention. Außerdem sind an Schulen mit Schulgesundheitsfachkräften weniger Rettungsdiensteinsätze nötig.

Die SPD berechnet Kosten von ca. 2,4 Mio. Euro für diese Testphase. 
Wir wünschten dem Antrag viel Erfolg. Schon ein kleinerer Modellversuch in Bayern wäre großartig gewesen!

Aber - der Änderungsantrag wurde am 21. April 2026 vom Plenum des Bayerischen Landtags abgelehnt. HIer finden Sie die Vorgangsmappe inkl. Dateien und Video zum Tagesordnungspunkt.

Wir bleiben hier weiter dran – für unsere Kinder mit Diabetes, deren Familien und Lehrkräfte, sowie für mehr Gesundheitskompetenz für alle.

SPD Bayern Geschäftsstelle © Marion Köstlmeier