Berichte

Mitgliedsjubilarin Frigga Jacobi geehrt

Typ 1er Schwabach/Mittelfranken unterwegs in Ansbach

Frigga Jacobi ist seit 50 Jahren Mitglied im Diabetikerbund Bayern e.V., seit 60 Jahren lebt sie mit Diabetes Typ 1! (Klick zu ihrer Geschichte!)

Dieses Jubiläum wollte sie gerne zusammen mit unserer Selbsthilfegruppe, „den Schwabachern“, feiern. Und so lud sie uns nach Ansbach ein.

Trotz des nicht so ganz sommerlichen Wetters Mitte August war es ein rundum gelungener herrlicher Nachmittag mit immerhin 22 Beteiligten! Viel haben wir miteinander erlebt - hier einige Eindrücke:

Petra S.:
Treffpunkt in der Markgrafenstadt Ansbach war der Bahnhof, von dem es weiter zur Anscavallo, einer Pferdeskulptur vor der Residenz, ging. Hier holte uns der Stadtführer Herr Biernoth ab.
Vorbei an der Residenz ging es durch einen Torbogen der St. Gumbertuskirche zur Reitbahn, die einst für Pferdezuritte und Reitturniere diente - heute ein großer Parkplatz. Man konnte sich noch gut vorstellen, wie dort Pferdekutschen vorfuhren und Gäste der Residenz absetzten bzw. abholten. Bei unserem Rundgang besuchten wir den Behringerhof, die St. Gumbertuskirche, die Markgrafengruft und den Martin-Luther-Platz mit Blick auf die Kirche St. Johannis. Wir erfuhren, dass St. Gumbertus die Kirche der Markgrafen und „Edlen“ war, St. Johannis dagegen die Kirche fürs Volk. Zum Abschluss kehrten wir in der Orangerie im Hofgarten ein, wo Frigga eine humorige Rede über einen Teil ihres Lebens hielt.

Monika H.:
Ansbach mit dieser interessanten Führung kennenzulernen, hat mir sehr gut gefallen. Der versierte und sympathische Stadtführer hat uns mit kurzweiligen Erläuterungen die Stadt gezeigt.
Die Ehrung von Frigga, die uns lebhaft und nachvollziehbar von ihrem Leben mit Diabetes erzählte, hat uns sehr gefreut. Und dass Frigga uns zum Kaffee eingeladen hatte, war ein gemütlicher und gelungener Abschluss unseres Ausflugs. Danke dir, liebe Frigga!

Brigitte:
Der Ausflug nach Ansbach war ein tolles, kulturelles Erlebnis mit Stadtführung und anschließendem Besuch der Orangerie wo wir mit Kaffee und Kuchen verwöhnt wurden. Besonders beeindruckend fand ich die Schilderung der Lebensgeschichte von Frigga im Zusammenhang mit ihrer Diabeteserkrankung. Was mich jedoch traurig gestimmt hat, ist die Tatsache, dass Frigga der Beamtenstatus aufgrund ihres Diabetes aberkannt wurde.
Fazit: Ein sehr schöner und interessanter Samstag in Ansbach, der auch unser Gemeinschaftsgefühl gestärkt hat.

Ute:
Ihr 50-jähriges Mitgliedsjubiläum hat Frigga Jacobi aus Ansbach besonders begangen: Sie lud die Mitglieder der Selbsthilfegruppe Mittelfranken nach Ansbach ein. Der gelungene Nachmittag startete mit einer informativen Stadtführung.
Danach ging es in die Orangerie zu Kaffee und Kuchen. Frigga wurde anschließend die Jubiläumsurkunde und ein kleines Geschenk überreicht. In einem sehr persönlichen Vortrag sprach Frigga zudem über ihren Lebensweg und die Hintergründe ihrer Krankheit Diabetes Typ 1, die sie bereits 60 Jahre begleitet. Frigga: „Ich bin trotz Diabetes so alt geworden und kann auch noch gut sehen.“ Der Nachmittag endete mit einem Gruppenbild. Alle Teilnehmer*innen haben ihn sehr genossen - auch weil sie sich einmal außerhalb des regulären Treffens in einem anderen Rahmen austauschen konnten. An Frigga, die einen Teil der Kosten übernahm, geht auf diesem Wege nochmals ein herzliches Dankeschön.

Verena:
Danke, Frigga, für die Idee, uns nach Ansbach zu locken. Da ich in Ansbach aufgewachsen bin, hatte ich ganz viele Erinnerungen, die mich berührten.
Das faszinierendste waren die Säulen der St. Gumbertuskirche, aus denen nach mehr als vier Jahrhunderten immer noch Harz aus den vermeintlichen Marmorsäulen tropft.

Christine und Georg:
Für uns war es ein schöner Ausflug, um die Stadt Ansbach wieder einmal neu zu entdecken. Auch die „süße“ Gemeinschaft mit gleichermaßen Betroffenen war zu genießen. Man ist nicht alleine und bekommt auch immer wieder neue Erkenntnisse.

Zusammengestellt von Elke Popp

Frigga Jacobi (Mitte) freut sich sehr über die Ehrung durch Verena Hädrich (re.) und Elke Popp (li.) © Monika Hentschel-Janowiak
Typ 1er Schwabach/Mittelfranken unterwegs in Ansbach © Uwe Rosenthal
Die Säule in der St. Gumbertuskirche, aus der nach mehr als vier Jahrhunderten immer noch Harz tropft © Uwe Rosenthal
Unterwegs ins Ansbach © Uwe Rosenthal