Derzeit sind weltweit 285 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, das entspricht 7 % der Weltbevölkerung. 4 Millionen sterben jedes Jahr an Diabetes und dessen Folgen. Die Epidemie sei außer Kontrolle geraten, sagte Verbandspräsident der IDF (Internationale Diabetes-Föderation) Professor Jean Claude Mbanya beim 20. Welt-Diabetes-Kongress im kanadischen Montreal. „Kein Land ist immun, und kein Land ist gegen diesen gemeinsamen Feind hundertprozentig gerüstet.“
Dabei haben Nordamerika mit 10,2 Prozent und der Nahe Osten mit 9,3 Prozent der Bevölkerung die höchsten Diabetesraten, mehr als die Hälfte der Betroffenen sind zwischen 20 und 60 Jahre alt. Südostasien liegt mit 7,6 % an dritter Stelle, gefolgt von Europa mit 6,9 %. Innerhalb Europas sind die BRD, Österreich und die Schweiz mit 8,9 % Spitzenreiter in der Diabeteshäufigkeit in der Altersstufe von 20 – 79. Die wenigsten Diabetiker in Europa gibt es in Island (1,6%), Großbrittanien (3,6 %) und Norwegen (3,7 %).
Die Zahlen stiegen in den letzten Jahren dramatisch, dieser Trend wird vermutlich anhalten. Bis zum Jahr 2030, so schätzt man, könnten bis zu 435 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt sein. Deshalb sind nationale Programme zur Prävention und Aufklärung der Bevölkerung über einen gesunden Lebensstil mit mehr Bewegung und vernünftiger Ernährung immens wichtig. Dies nutzt dem Einzelnen, der nach Möglichkeit für immer oder länger vom Diabetes verschont bleibt, und dem Kollektiv, das nicht astronomisch steigende Gesundheitsausgaben tragen muss.
Viel mehr Zahlen und Hintergrundinformationen finden Sie auf der Internetseite <link http: www.diabetesatlas.org>www.diabetesatlas.org. (mk)
