Berichte

Kleiner Diabetikertag mit Sommerfest SHG Selb: Diabetes im Beruf und Alltag

Auf der „Gassalm“ in Röslau traf sich am 23. Juni die <link http: www.diabetikerbund-bayern.de aktivitaeten regionalverbaende-und-selbsthilfegruppen oberfranken-ost selb>SHG Selb zu ihrem diesjährigen „kleinen Diabetikertag“ mit Sommerfest inkl. Erfahrungsaustausch. Bei Sonnenschein und guter Laune sind wir um 13 Uhr mit dem Bus nach Röslau aufgebrochen. Am Mittelpunkt des Fichtelgebirges genossen wir auf dem 12-Gipfelblick bei guter Fernsicht das Panorama der Höhenzüge des Fichtelgebirges.

 

Auf dem neu erbauten Mehrgenerationenplatz in Röslau begrüßten uns die Röslauer Sänger und der 2. Bürgermeister Kurt Lederer. An unserem Ziel, der „Gassalm“, konnte Gruppenleiter Klaus Fiedler 60 Gäste in seinem Garten willkommen heißen. Sie fragen sich, woher der Name „Gassalm“ kommt? Er stammt noch aus der Zeit nach der Entstehung der Waldrandsiedlung – die Bewohner hielten damals Kleintiere wie Hühner, Hasen und auch Ziegen zur Selbstversorgung: Gassalm = Ziegen-Alm!

 

In seiner Begrüßung macht Klaus Fiedler deutlich, wie wichtig für uns Diabetiker der Erfahrungsaustausch untereinander ist. In den letzten Jahren nehmen Belastungsstörungen wie Burnout und Depressionen auch bei Diabetikern ständig zu. Da ist die Hilfe zur Selbsthilfe in der SHG besonders wichtig. Diabetes im Beruf und Alltag lautete deshalb das Thema dieser besonderen Zusammenkunft.

 

Mit dabei war auch der Röslauer Altbürgermeister und stellvertretende Wunsiedler Landrat Gerald Schade. Er berichtete über seine Erfahrungen als Politiker mit Diabetes. Das politische Alltagsgeschäft, in dem Einladungen und Empfänge an der Tagesordnung sind, stellt für jeden Diabetiker eine besondere Herausforderung dar.

 

105 kg weniger in zwei Jahren

 

Von seiner absoluten „Rekordleistung“ berichtete Thomas Egert aus Arzberg. Er hat es geschafft, in zwei Jahren sagenhafte 105 Kilogramm abzunehmen – das ist wirklich eine besondere Leistung. Knapp vier Zentner wog er noch vor zwei Jahren. Dann krempelte er sein Leben komplett um. Das war, so berichtete der junge Mann, auch dringend erforderlich bei Blutzuckerwerten nüchtern über 250 mg/dl, HbA1c über 12 % und einem Blutdruck von 200/140 mmHg, dazu noch Rückenschmerzen und ein miserables Allgemeinbefinden – eine radikale Änderung der Lebensgewohnheiten war unumgänglich. Der tägliche Kampf mit dem inneren Schweinehund begann – und es hat sich gelohnt: „Ich fühle mich einfach nur gut. Meine Werte sind alle im grünen Bereich. Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich mich aufs Rad setzen und losfahren kann“ berichtete Thomas Egert weiter. Einfach toll!

 

Neben diesem Highlight boten Info-Stände Rat und Unterstützung rund um das Thema Diabetes und die Apothekerin Cornelia Thoma mit Team maßen Blutzucker und Blutdruck. Vielen Dank allen mitwirkenden Firmen für die Unterstützung.

 

Es war ein rundherum gelungener Nachmittag mit Kaffee, Original-„Kirwa-Kaichla“, fränkischen Rost-Bratwürsten und anderen Grill-Spezialitäten. Vor allem aber haben der intensive Erfahrungsaustausch und die fachliche Informationen alle begeistert. Gut gelaunt mit einem „Mehr“ an Wissen und Tipps für die eigene Gesundheit traten die Teilnehmer die Heimfahrt an. (Klaus Fiedler)