Am 25.06.2012 fand im Deutschen Bundestag, Reichstagsgebäude, veranstaltet von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, der Präventionskongress „Prävention in Deutschland - zwischen Eigenverantwortung und gesellschaftlicher Aufgabe“ statt.
Ziel ist es, Erkrankungen, die vom Verhalten oder vom Lebensstil begünstigt bzw. hervorgerufen werden, deutlich zu reduzieren. Gesucht wird daher eine „Vision für eine Ära der Prävention“. Dazu wurden gemeinsam Herausforderungen identifiziert und Lösungsansätze entwickelt.
Auch der DDB hat vor Ort aktiv mitgewirkt: Dieter Möhler, Bundesvorsitzender, war einer der Referenten. Gemeinsam mit vielen anderen Rednern z.B. Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Schwartz Em., Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung u.v.m., hat er sich für Prävention stark gemacht, hier einige seiner Aussagen:
Dieter Möhler sieht auch Selbsthilfe und Patientenvertreter in der Pflicht, den Bereich Prävention mitzutragen. Prävention ist eine gesellschaftliche Aufgabe, in der alle Akteure mit ins Boot geholt werden müssen: Kostenträger, Akteure aus der Gesundheitsversorgung, Familien, Schulen usw. Er wünscht sich, dass sich durch die formulierten Ziele im Positionspapier die Zahl der Typ-2-Diabetiker bis 2020 um 10 % senken lässt. Als Patientenvertreter möchte er lieber Typ-2-Diabetes vermeiden, als Betroffenen bei der Durchsetzung ihrer Rente aufgrund erheblicher Folgeerkrankungen unterstützen zu müssen. Prävention und damit Krankheitsvermeidung entlastet unser Gesundheitssystem, so dass für Erkrankte genug Mittel für eine Versorgung auf qualitätsgesichertem Niveau zur Verfügung stehen werden. Nur ein Gesundheitssystem, das fortlaufend neue Innovationen zuließ, machen es ihm – 1973 an Typ-1-Diabetes erkrankt - möglich, seinen heutigen Beruf auszuüben und nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit schon jetzt verrentet zu sein. Prävention und Früherkennung bieten die Chance, Leid zu vermeiden, Kosten einzudämmen und Allgemeinwohl herzustellen – das nimmt Druck aus den Sozialsystemen. Gesundheitspolitik muss früh ansetzen, um Krankheit zu vermeiden und gleichzeitig die Behandlung Erkrankter auf qualitätsgesichertem Niveau zu gewährleisten. Das sind wichtige Herausforderungen für Politiker: „Wir Patienten werden Sie daran messen und Ihnen als Notar und Wächter auf die Finger schauen.“
Sie können sich im Internet detailliert über die Veranstaltung und das Programm informieren – auch der vier-stündige <link http: veranstaltungen.cducsu.de veranstaltungen praevention-in-deutschland-zwischen-eigenverantwortung-und-gesellschaftlicher-aufgabe _blank>Mitschnitt in Bild und Ton ist abrufbar. Redebeiträge von Dieter Möhler ab 01:30 und 02:56. (Marion Köstlmeier)

