Berichte

Schulungstage für Kinder 2008

Die Fahrt nach Kelheim/Irlerstein begann an einem regnerischen Samstag. Das Programm stand unter dem Motto „gut drauf“, und so war auch die Stimmung von Alexander, Christian, Anna Lena, Miriam und mir. In der Jugendherberge Irlerstein erwarteten uns die restlichen neun Kinder, deren Eltern, ebenso Susanne und Marianne als Betreuer und die Herbergsleitung. Jeder hatte am Anfang die eine oder andere Frage, aber das Chaos wurde schnell bereinigt.

Die Eltern konnten sich von ihren Kindern verabschieden, die Herbergsleitung arrangierte sich mit unserem Programm und wir Betreuer organisierten die kleine Gruppe. Die Zimmerbelegung wurde durchgeführt, Schlüssel- und Tischdienst eingeteilt, das Bettenbeziehen unterstützt und alle waren fürs erste beschäftigt.


Dann nahte schon das erste gemeinsame Abenteuer in Form eines Mittagessens. Mit der Erfahrung jedes einzelnen konnte den Pizzastücken rege zugesprochen werden. Da sich alles verbessern lässt, kam im Anschluss Frau Schlager aus der Hedwigsklinik und erarbeitete mit den Kindern drei Ernährungsplakate. Zu den Ampelfarben grün, gelb, rot wurden die Lebensmittel nach ihren Inhaltsstoffen und der idealen, täglichen Verzehrhäufigkeit aufgeklebt. Um Theorie und Praxis zu vereinen, sind wir dann von Kelheim zur Befreiungshalle gewandert. Das Wetter hatte sich zum Glück gebessert und die Befreiungshalle zeigte sich bei Sonnenschein in Postkartenpose. Der Rest des Tages wurde in der Jugendherberge zur freien Verfügung genutzt. Der Sonntag begann wie schon der Samstag, grau neblig, nass und wir waren froh, Herrn Dr. Stricker zu dem Thema, Sport und Belastung bei Diabetes, anwesend zu haben. Die Kinder bekamen Fallbeispiele, deren Maßnahmen sie erarbeiten sollten. Herr Dr. Stricker diskutierte gerne mit den Kindern und erläuterte ausführlich die abzuleitende Maßnahme. So gut gerüstet und motiviert setzten wir das letzte Fallbeispiel in die Praxis um und machten uns zur Wanderung nach Weltenburg auf.

Nach etwa 1 ½ Stunden Wanderung und einer guten Mittagspause mit unseren Lunchpaketen, erreichten wir den Kahn zum Übersetzen. Wir machten im Klostergarten noch mal ausgiebig Rast, besichtigten die Klosterkirche und mieteten einen Kahn zur Heimfahrt nach Kelheim.

Der Abend war, nach kurzer Pause zum Kräftetanken, für ein besonderes Lagerfeuer vorgesehen. Die Sozialpädagogin Claudia erklärte den Kindern die Herkunft und Wichtigkeit des Feuers für den Menschen. Und so sollten die Kinder mit „alten“ Mitteln ein Feuer zum brennen bringen. Magnesiumspäne wurden geschabt, feines Anschürholz erst gesägt, dann gehackt und vielen war dabei wärmer, als anschließend am Lagerfeuer. Den Ausklang machte eine besinnliche Runde im Kreis der selbst gefertigten Fackeln. Auch der Montag versprach trotz trüben, grauen und nassem Wetter ein „gut drauf Tag“ zu werden, da mit Claudia eine Naturhöhle besucht werden sollte. Pünktlich wie ein Maurer holte unser Fahrdienst, Sepp Bernloher, uns von der Jugendherberge ab. Nachdem alle Formalitäten in der Jugendherberge erledigt worden sind, konnte uns Claudia mit Helmen ausstatten. Claudia ließ uns tief in die Geschichte des Altmühltals, deren Zauber und Flüche über Reichtum und Neid, einblicken.

Somit war es nicht verwunderlich, dass die Kinder zuerst ein Amulett brauchten, dann einem Zaubergefängnis entkommen mussten und sogar blind wurden, ehe die Höhle erreicht wurde.

Gestärkt nach einer Mittagspause ging es nun in das schwarze Loch. Einem sehr engen, glitschigen und gewundenem Spalt folgten wir ca.30 – 40 Meter in den Berg hinein. In einer kleinen Felsenkammer sammelten wir uns und in kleinen Gruppen wurde der nächste, noch engere Spalt in Angriff genommen. Dieser endete mit einem senkrechtem Loch…….

Schmutzig und etwas abgekämpft übergaben wir in der Jugendherberge die Kinder ihren Eltern. Aus der Sicht des Betreuers waren es gelungene Tage.

 

Ein Bericht von Bernhard Reinwald

In Weltenburg
Schulung von Dr. Stricker
Kahnfahrt durch den Donaudurchbruch
Lagerfeuer
Blind durch den Zauberwald
Mittagspause