Die Diabetes Interessengemeinschaft Dingolfing arbeitet so wie auch andere Selbsthilfegruppen des Diabetikerbundes Bayern am bisher größten Forschungsprojekt des BRK-Blutspendedienstes (BSD) für die Erforschung neuer Testmethoden für die Früherkennung von Typ 2 Diabetes mit. Josef Rehmeier, der Leiter der Gruppe erklärte sich sofort mit Mitgliedern (siehe Foto) seiner Gruppe bereit hier mitzumachen. „Es ist ein guter Weg, Diabetiker rechtzeitig zu entdecken und die Forschung zu unterstützen“, erklärt Rehmeier.
Die Aufgabe der Diabetes Interessengemeinschaft besteht darin, die Blutspender auf diese Aktion aufmerksam zu machen, sie über den Ablauf der Studie zu informieren und natürlich, sie zu animieren hier mitzumachen. Die Mitglieder der Diabetes Interessengemeinschaft klären bei dieser Aktion die Blutspender über den Ablauf der Studie auf und erklären den Blutspendern den Nutzen dieser Studie. Wer hier mitmacht, kann sein eigenes Risiko an Diabetes zu erkranken, oder schon einen Diabetes zu haben, an diesem Blutspendetag testen. Zum Einen über den Find-Risk-Fragebogen der Deutschen Diabetesstiftung, der gemeinsam mit dem Blutspender ausgefüllt wird und zum Anderen, dass der Blutspender an Hand des ihm an diesem Tag extra abgenommenen Blutes seinen HbA1c-Wert ermittelt bekommt. „Da Sie hier sind, um Blut zu spenden, ist es einfach, das eigene Diabetesrisiko nebenbei an diesem Tag testen zu lassen“, erklären die SHG-Mitglieder den Blutspendern. Fast alle Blutspender nutzen diese Gelegenheit und machen an dieser Aktion mit. Durch die lange Erfahrung in der Selbsthilfegruppenarbeit bekommt man auch ein Gefühl bei welcher Person etwas energischer zur Teilnahme an der Aktion angefragt wird.
In einem ersten Schritt soll bei 60.000 Blutspendern das Diabetesrisiko bestimmt werden. Risikopersonen, in deren Blutproben auch ein erhöhter Langzeitzuckerwert getestet wird, werden zur Abklärung zu einem Glukosetoleranztest an eines der sechs Institute des BSD eingeladen. Dieser Test ist derzeit der Goldstandard in der Diabetesdiagnostik. Die aktuellen Blutproben der identifizierten (Prä)Diabetiker und deren historischen Blutproben aus der „Biobank der Blutspender“ werden dann den Kooperationspartnern für die Erforschung von früh auftretenden Diabetesmarkern zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse der Forschungskooperation sollen zu einer effektiven Prävention beitragen und dabei helfen, Diabetes rechtzeitig zu erkennen.
Ein Bericht von Josef Rehmeier

