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Novo Nordisk: mittelfristige Einstellung mehrerer Insuline

Mit einem Informationsschreiben informierte die Firma am 27. September Ärztinnen und Ärzte „dass die frühen Insuline von Novo Nordisk (Levemir® sowie die Humaninsuline Actrapid®, Actraphane® und Protaphane®) in Deutschland bis Ende 2026 auslaufen werden.“

Menschen, die diese Insuline aktuell nutzen, müssen rechtzeitig auf Insulinalternativen umgestellt werden.

Um diesen Übergang zu erleichtern, geht Novo Nordisk in zwei Stufen vor:

  • Basalinsuline laufen ab dem 2. Quartal 2025 bis Ende 2025 aus
  • humane kurz wirksame Insuline und Mischinsuline laufen ab dem 1. Quartal 2026 bis Ende 2026 aus.

2026 wird auch die Fiasp® PumpCart®auslaufen, während NovoRapid® PumpCart® im Bestand bleibt.

Hier die Übersicht:

Levemir®: Insulin detemir

  • alle verfügbaren Darreichungsformen (FlexPen, Penfill)
  • keine weitere Verfügbarkeit ab 2026


Protaphane®: Basalinsulin (NPH)

  • alle verfügbaren Darreichungsformen (FlexPen, Penfill)
  • keine weitere Verfügbarkeit ab 2026


Actrapid®: Insulin human

  • alle verfügbaren Darreichungsformen (FlexPen, Penfill)
  • keine weitere Verfügbarkeit ab 2027


Actraphane® 30: NPH-Mischinsulin 30/70

  • alle verfügbaren Darreichungsformen (FlexPen, Penfill)
  • keine weitere Verfügbarkeit ab 2027


Actraphane® 50: NPH-Mischinsulin 50/50

  • alle verfügbaren Darreichungsformen (Penfill)
  • keine weitere Verfügbarkeit ab 2027


Fiasp PumpCart®: Insulin aspart

  • keine weitere Verfügbarkeit ab 2027
    (nicht betroffen sind die Darreichungsformen Durchstechflasche, Penfill® und FlexTouch®)

 

Für uns Patientinnen und Patienten bedeutet dies, dass wir uns rechtzeitig mit unseren Ärztinnen und Ärzten nach geeigneten Alternativen sowie Zeitpunkt der Therapieumstellung kümmern müssen.

Hinweis: Es bedeutet auch, dass in der Phase der Umstellung bis zu stabilen Blutzuckerwerten besondere Vorsicht geboten ist - u.a. evtl. das Führen eines Fahrzeugs vorübergehend untersagt ist. Bitte beachten Sie hierzu unbedingt die Hinweise Ihrer Ärztin/Ihres Arztes.
S. dazu auch die Patientenleitlinie "Diabetes im Straßenverkehr".

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