Die Diskussionen zur künftigen Finanzierung des Gesundheitssystems sind Dauerthema in den Medien. Wenn wir uns nicht wehren, drohen riesige Einschnitte in der Diabetikerversorgung! Analog-Insuline stehen auf dem Prüfstand und könnten bald nur noch in Einzelfällen oder bei Rabattverträgen verordnet werden – auch für Typ-1-Diabetiker - Rabattverträge für Typ-2-Diabetiker gelten nicht!
Viele Aufträge stapeln sich beim IQWiG! Dort scheut sich niemand, gegen Patienten zu entscheiden! Lebensqualität zählt nicht! Wir müssen uns wehren, laut und zahlreich! Personell ist der Deutsche Diabetiker Bund professionell und mit viel Kampfgeist und Engagement aufgestellt. Was unsere Streitmacht stärken würde, wäre eine deutliche Steigerung der Mitgliederzahlen! Sollte so unmöglich nicht sein! Immerhin sind 10% der Bevölkerung Diabetiker - auch 1 Million Bayern! – warum organisieren sich so wenige? Ahnen sie nichts von der Gefahr? Wird plötzlich etwas nicht mehr verordnet, ist das Wehklagen groß und wir erhalten Anrufe: „Was tut denn der Diabetikerbund dagegen?“ Die Anrufer sind oft nicht einmal Mitglied, fordern aber, dass wir/der Diabetikerbund etwas für sie tut!? Ja - wer ist denn der Diabetikerbund?!
Der Diabetikerbund sind WIR! Und je mehr WIR sind, umso mehr Gehör finden wir! Wir wären Viele, wenn sich alle dieser Tatsache bewusst wären! 10% Wähler kann keine Partei ignorieren! Solidarität ist das Stichwort! Durch IHRE Mitgliedschaft stärken Sie die Macht der Betroffenen!
Warum soll ich Mitglied sein/werden, welche Vorteile habe ich? Ganz klar: Wir sind gemeinsam stärker, erreichen mehr und helfen individuell, evtl. profitieren Sie vom Rechtsberatungsnetz! Der Diabetikerbund/DDB ist DIE Selbsthilfevereinigung für Diabetiker, die für Ihre gute Versorgungsqualität kämpft und Ihre Interessen bei Kostenträgern, in Politik, im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), Ärzteschaft usw. vertritt.
Mitgliedschaft lohnt nicht? Schauen wir mal: Was können Sie als Einzelner erreichen? Werden Sie gehört? Als Patientenvertreter im G-BA, in der Bundespolitik, in Gremien? Eindeutig NEIN! Aber hier werden die Entscheidungen getroffen! Alleine können Sie den richtigen Arzt suchen und Selbstmanagement betreiben – aber in der Auseinandersetzung um den Erhalt der Verordnungsfähigkeit von Blutzuckerteststreifen, kurz- und langwirksamen Insulin-Analoga usw. stehen Sie alleine auf verlorenem Posten!
Der Diabetikerbund Bayern und der DDB tut viel für uns! Die im kontakt veröffentlichten Pressemitteilungen sind immer nur Ergebnis vieler für Sie unsichtbarer, ehrenamtlicher Arbeit im Hintergrund! Ich sehe tagtäglich, wie viel Arbeit und Engagement dahinter steckt – das verdient unser aller Anerkennung, Respekt und Dank!
Was wurde vom DDB erreicht, von dem Sie heute ganz selbstverständlich profitieren?
- Er hat für fachlich gut ausgebildete Fußpflege gekämpft – heute gibt es den staatlich anerkannten Beruf des Podologen! Früher fügten schlecht ausgebildete Fußpfleger Diabetikerfüßen oft großen Schaden zu!</o:p>
- Heute ist, erstritten aus Bayern, Fußpflege durch Podologen, sofern bestimmte Diagnosen gestellt wurden, Kassenleistung!</o:p>
- Der Diabetikerbund hat für fachärztliche Weiterbildung/Anerkennung als Diabetologe gekämpft und tut es weiterhin, denn in Zukunft droht Fachärztemangel aufgrund fehlender Ausbildungseinrichtungen!</o:p>
- Keine Zuzahlungen bei Blutzuckerteststreifen, wie sie für Medikamente erhoben werden – pro Packung sparen Sie heute 5 Euro!</o:p>
- Eine bundesweite Unterschriftenaktion verhalf Typ-2-Diabetikern zu Rabattverträgen, so dass weiterhin kurzwirksame Insulinanaloga verordnet werden können! Herzlichen Dank an alle, die damals unterschrieben bzw. Unterschriften gesammelt haben – Sie sehen, es hat sich gelohnt!
Reicht das? Von irgendetwas profitiert jeder von Ihnen – wenn nicht heute, dann morgen!
Wir brauchen Sie! Machen Sie mit! Gerne auch aktiv! Bringen Sie Engagement, Zeit und Knowhow ein, dann kommen wir schneller vorwärts. Und: Sie sind Teil der Gemeinschaft, der Macht Diabetiker! Nur meckern bringt nichts! Wer sich weigert, schadet sich selbst. Meiner Meinung nach haben auch nur Mitglieder das Recht, etwas vom Diabetikerbund zu fordern!
Unterstützen Sie uns durch Ihre Mitgliedschaft, werben Sie im Bekannten- und Freundeskreis, unter Kollegen und wo immer Sie Betroffene kennen, damit unsere Schlagkraft weiter zu nimmt!
Der Diabetikerbund tut alles, damit Sie auch im Zuge der Sparpolitik nicht unter gehen, denn was jetzt an falscher Stelle gespart wird, kommt als potenzierter Bumerang in der Zukunft zurück!
Ihre Marion Köstlmeier, Diabeteslotsin DDB

