Am 1. Juli feierte die Diabetes-SHG Bayreuth ihr 40-jähriges Jubiläum. Anwesend waren 27 eingeladene Ehrengäste und Gäste. Es gab selbst gebackene Kuchen sowie belegte Brötchen.
Klaus Hohlweg, Gruppenleiter, begrüßte die Anwesenden: Ich freue mich, dass ihr meiner Einladung gefolgt seid und bedanke mich recht herzlich für euer Kommen. Wir feiern heute das 40-jährige Jubiläum der Diabetes-Selbsthilfegruppe Bayreuth. Dies ist nicht meine Feier, sondern die der Gruppe, also eure Feier!
Zuerst bedanke ich mich bei den Helfern, die dieses Fest mit den Köstlichkeiten erst ermöglicht haben - ohne Euch wäre dieses Jubiläum nicht möglich geworden.
Ich begrüße herzlich unsere Ehrengäste: Bernd Franz, ehemaliger Vorstandsvorsitzender, Karl-Heinz Stupka, Leiter der Selbsthilfegruppe Weiden mit seiner Frau Irmi sowie unsere früheren Teammitglieder vom Regionalverband (RV) Oberfranken Ost Ute Hübner und Siegfried Röger.
Ebenfalls eingeladen war unser Vorstandsvorsitzender Dieter Meier, der heute leider verhindert ist und mich gebeten hat, seine Grußworte zu übermitteln.
Aus organisatorischen Gründen begehen wir unser Jubiläum mit einem Jahr Verzögerung. Es freut mich sehr, dass wir hier im Vereinslokal des Kaninchenzuchtvereins „Gut Wurf“ feiern können, in dem auch unser Teammitglied Wolfgang Menge Koch ist. Auch an dieser Stelle mein Dank an den Vorsitzenden des Kaninchenzuchtvereins „Gut Wurf“, der uns die Nutzung ermöglicht hat.
Die SHG Bayreuth wurde das erste Mal im April 1983 mit der Wahl des damaligen Bezirksvorsitzenden Manfred Zintl urkundlich erwähnt. Nachdem die Treffen aus gesundheitlichen Gründen Zintls leider nur unregelmäßig stattfanden, wurde ebenfalls im November des gleichen Jahres Anton Göldel zum Bezirksvorsitzenden und Reiner Gradel zu seinem Stellvertreter gewählt. Nach dem Tod von Anton Göldel übernahm Reiner Gradel die Führung, die er kurze Zeit später, es war im Jahr 1987, an Erika Preißner übergab. Im April 1990 wurde ich zum Bezirksvorsitzenden gewählt.
Da meine Vorgänger leider alle verstorben sind, wie auch einige unserer Mitglieder in den vergangen 40 Jahren, bitte ich euch, Euch kurz von euren Plätzen zu erheben und den Verstorbenen unserer Selbsthilfegruppe zu gedenken. Ich danke euch!
Bei meinem 30-jährigen SHG-Leiterjubiläum bin ich bereits ausführlich auf die Chronologie der Diabetes-SHG Bayreuth eingegangen, hier nur eine kurze Zusammenfassung:
Es fanden regelmäßige Gruppentreffen in der AOK mit Schulungen aller Art statt. Des Weiteren gab es Grillfeste und Ausflugsfahrten, zuerst organisiert nur durch die Selbsthilfegruppe, später überregional vom RV Oberfranken Ost.
Dann kam die Corona-Pandemie. In dieser Zeit durften wir aus organisatorischen Gründen die Räumlichkeiten in der AOK nicht mehr nutzen, unsere Treffen mussten pausieren. Erst nach der Pandemie waren persönliche Treffen wieder möglich. Wir fanden in der Manns Bräu einen Raum, wo wir regelmäßig zu Stammtischtreffen zusammenkommen können. Die Vorträge finden in den jeweiligen Arztpraxen, im DIASHOP sowie im Klinikum Bayreuth statt.
Als ich neulich mit dem Fahrrad unterwegs war um hier zu einem Bier einzukehren, fiel mir ein Text von einem bekannten Schlagersänger ein – ich fand auch einige Parallelen zu unserer Selbsthilfegruppe:
„Die kleine Kneipe in unserer Straße
Da wo das Leben noch lebenswert ist
Dort in der Kneipe in unserer Straße
Da fragt dich keiner was du hast oder bist.“
Genauso ist es doch auch bei uns hier in der kleinen Kneipe und auch in der Manns Bräu! Weiter unten steht im Lied:
„Und stehst mit dem Pils in der Hand an der Theke
Und bist gleich mit jedem per Du.“
Und weiter heißt es:
„Man redet sich heiß und spricht sich von der Seele
Was einem die Laune vergällt.
Bei Korn und bei Bier findet mancher die Lösung
Für alle Probleme der Welt.“
Ganz so extrem ist es zwar nicht, doch manchmal erlebe ich doch so die ein oder andere Lösung bei Bier und bei Wein. Wie recht hatte doch Peter Alexander!
Und schon sind wir mitten in der Feier und auch beim Erfahrungsaustausch. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit, euch noch eine schöne Feier und lasst es euch schmecken. (Klaus Hohlweg)
Klaus Hohlweg überbringt die Grußworte des Vorstandsvorsitzenden Dieter Meier:
Liebe Mitglieder der Diabetes-Selbsthilfegruppe Bayreuth,
herzlichen Glückwunsch zum 40. Jubiläum des Bestehens Eurer Selbsthilfegruppe! Ihr seid eine kostbare Anlaufstelle für Menschen, die mit den Herausforderungen des Diabetes leben.
Seit vier Jahrzehnten steht ihr zusammen. Ihr habt Euch und vielen Menschen mit Diabetes dabei geholfen, gute und schwierige Zeiten im Leben mit Diabetes zu bewältigen. In Eurer Gemeinschaft fühlen sich Betroffene verstanden und unterstützt.
Eure Gruppe ist bewundernswert, denn zum Gelingen über die vielen Jahre braucht es stets
- Aktive, die sich um die Organisation der Gruppentreffen, Vorträge, Ausflüge, Diabetikertage, Infostände und vieles mehr kümmern
& - Gruppenteilnehmerinnen und -teilnehmer, die dieses Engagement auch durch ihr Dabei-Sein würdigen.
Ihr vereint beides! Herzlichen Glückwunsch!
Ich gratuliere Eurer Gruppe, insbesondere allen Aktiven heute und in der Vergangenheit, herzlich im Namen des Diabetikerbund Bayern. Ich danke Euch für Euer unermüdliches Engagement. Ihr seid mit Eurer Gruppe ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Gemeinschaft und Solidarität das Leben verbessern können. Wir wünschen Euch für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und hoffen, dass ihr Euch noch viele weitere Jahre gegenseitig unterstützt und Positives miteinander erleben könnt.
Alles Gute zum 40. Jubiläum!
Mit herzlichen Grüßen
Euer Dieter Meier, Vorstandsvorsitzender


