Zu diesem Thema hatte die Röthenbacher Selbsthilfegruppe Frau Dr. Karl, diabetologische Gemeinschaftspraxis Nürnberg, zum April-Treff eingeladen. Sie erklärte uns Zusammenhänge und gab Tipps.
Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, ist eine Stoffwechselkrankheit. Unsere Knochen bauen sich natürlicherweise ständig um – bei Osteoporose übersteigt der Knochenabbau jedoch den Knochenaufbau. Die Folge ist eine Abnahme der Knochendichte. Dadurch kann es schon bei geringen Belastungen zu Knochenbrüchen kommen.
Osteoporose ist im ersten Stadium trügerisch und verursacht keine Schmerzen, so dass sie lange unerkannt bleibt. Deshalb empfiehlt man Risiko-Patienten ab dem 50. Lebensjahr eine Knochendichte-Messung. Leider wird diese jedoch erst nach dem ersten Bruch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.
Einige Risikofaktoren sind
- Alter
- Östrogenmangel (Menopause)
- Vitamin-D-Mangel
- Calcium-Mangel
- langfristige Cortisontherapie
- verschiedene hormonelle Erkrankungen usw.
Untrügliche Zeichen sind abnehmende Körpergröße im Alter im Vergleich zu jungen Jahren oder der so genannte „Witwenbuckel“. Wenn dies auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit ihrem Arzt!
Was kann man tun?
- Knochen brauchen Calcium und Vitamin D. Beides gibt es in der Apotheke, auch als Kombinationspräparat. Mit einem Liter kalziumhaltigen Mineralwasser und zwei Scheiben Edamer pro Tag kann man sich jedoch die Calcium-Mittel aus der Apotheke sparen.
- Knochen brauchen vor allem Bewegung, denn die Belastung der Knochen durch Bewegung und Sport fördert den Knochenstoffwechsel und -aufbau.
Der beste Schutz vor Osteoporose bzw. deren Fortschreiten ist deshalb eine gesunde Lebensweise mit vernünftiger Ernährung und Bewegung an der frischen Luft.
Auch in diesem Vortrag wurde deutlich, wie wichtig Bewegung für unsere Gesundheit ist. Wir Diabetiker werden gleich doppelt belohnt: mit stabileren Knochen und besseren Blutzuckerwerten! (Brigitte Laue)

