Die Zahl der stark übergewichtigen Erstklässler in Bayern stagniert seit einigen Jahren. Erfreulich: Sie liegt unter dem Länderdurchschnitt.
Das berichtete Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Europäischen Adipositastag am 19. Mai. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) waren im Schuljahr 2014/2015 3,2 Prozent der Einschulungskinder im Freistaat stark übergewichtig. Im Schuljahr 2003/2004 betraf dies 3.9 Prozent der Kinder. Melanie Huml betonte: "Das ist für uns aber kein Grund zum Zurücklehnen. Wir werden vielmehr in unseren Bemühungen nicht nachlassen, gegen Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen vorzugehen. Es ist weiterhin notwendig, bereits im Kindergarten- und Schulalter der Entstehung von Adipositas vorzubeugen. Denn weniger als die Hälfte der Kinder schafft es, einmal erworbenes Übergewicht wieder loszuwerden. Bei den Kindern mit Adipositas bleiben sogar zwei Drittel auch als Jugendliche noch adipös. Deshalb ist es wichtig, dass insbesondere Eltern auf eine gesunde Ernährung und mehr Bewegung bei ihren Kindern achten."
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind lediglich 22,4 Prozent der Mädchen und 29,4 Prozent der Jungen im Alter von drei bis 17 Jahren mindestens 60 Minuten pro Tag körperlich aktiv und erreichen damit die Bewegungsempfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Die Ministerin ergänzte: "Gesunde Ernährung und Freude an Bewegung sollten einem Kind vorgelebt werden – am besten, die ganze Familie macht mit."
Weitere Informationen, speziell für Kinder und Jugendliche, gibt es auch hier.
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