Berichte

Bayern in Berlin - Weltdiabetestag 2010

Auch im Jahr 2010 ging der Weltdiabetestag nicht ohne bayerische Besucher über die Bühne: Schon am Freitagmorgen sammelte der Bus insgesamt 23 Personen in Buchberg, Nürnberg, Münchberg und Himmelkron ein und mit nur einer Rasthofpause kamen wir nachmittags in Berlin an.

Nach Bezug der Hotelzimmer machten sich einige gleich auf den Weg in die Stadtmitte zum weltberühmten KaDeWe (Kaufhaus des Westens) – alles sehr nobel und fein, die Preise ebenso – aber gesehen muss man es haben! Weil sich die Fahrt dorthin etwas schwierig gestaltete – der Linienbus, der uns zur U-Bahn-Station bringen sollte, landete wegen einer Straßensperrung aufgrund eines großen Wasserrohrbruchs im Feierabendverkehr im Stau – die Berliner ertragen so etwas mit stoischer Ruhe – sind wir Bayern vielleicht zu verwöhnt??? Deshalb waren wir viel später als verabredet wieder im Hotel zum eigentlich gemeinsamen Abendessen. Sorry an diejenigen, die gerne zusammen mit der ganzen Gruppe gegessen hätten!

Bernd Franz, unser Landesvorsitzender, hatte ein Wochenend-Programm aufgestellt, aber man konnte sich jederzeit abmelden und eigene Wunschziele anvisieren. Am Samstagvormittag war eigentlich ein Besuch des Schlosses Sanssouci geplant – wegen eines weiteren großen Wasserrohrbruchs waren große Straßen gesperrt,

weshalb wir uns zur Programmänderung entschlossen: Ziel war nun das Schloss Charlottenburg inklusive Führung. Anschließend stand der Tag zur freien Verfügung. Viele Kleingrüppchen erkundeten Berlin und versuchten sich im öffentlichen Nahverkehr zurecht zu finden, was aber noch nicht einmal so wirklich den bayerischen Großstädtern in der Gruppe gelang! Aber wir sind doch überall da angekommen, wo wir hin wollten, wenn auch manchmal nicht auf die optimalste und schnellste Weise! Leider ließ uns das Wetter im Stich – es regnete immer wieder und besonders dann, wenn die Kameras wieder ausgepackt und gezückt waren!

Nächster Treffpunkt war am frühen Abend „Ritter Sport“ in der Französischen Straße – hier kann man sich seine Lieblingsschokolade selbst kreieren oder Geschmacksexperimente starten und bei der Herstellung live zuschauen! Von dort aus machten wir uns auf den vermeintlich kurzen Weg zum Highlight des Tages:

Essen in den „12 Apostel“ Berlin-Mitte – eine riesige Pizzeria. Hier war ein Menü bestehend aus zwei Pasta-Sorten und vier verschiedenen Pizzen vorbestellt! Das Finden des Lokals gestaltete sich schwierig, da wir nach der Hausnummer 2 suchten, an den Wänden aber ganz andere Nummern standen: Des Rätsels Lösung: Die Nummern an den Wänden waren nicht Hausnummern, sondern die Nummern der einzelnen S-Bahn-Bögen! Darauf muss man erst mal kommen, aber in Berlin sind auch die Bäume entlang der Straßen nummeriert! Es war sehr, sehr lecker – kein Wunder ist das Lokal immer ausgebucht!

Nach dem Essen waren viele müde und wollten nur noch einen ruhigen Abend im Hotel genießen. Der Bus stand schon bereit und brachte sie zurück. Die anderen hatten Karten im berühmten Kabarett „Die Stachelschweine“ bestellt. Obwohl wir alle vom Sightseeing schon ziemlich erledigt waren, hat sich die Vorstellung „Nichts als die Wahrheit“ wirklich gelohnt! Danach ging es schnell ins Hotel zurück, die Nacht war sowieso schon wieder viel zu kurz!

Am Sonntagmorgen wartete nach Frühstück und Auschecken schon der Bus auf uns. Er brachte uns zum eigentlichen Anlass der Reise: Der Veranstaltung zum Weltdiabetestag im Berliner Congress Center am Alexanderplatz. Es war ein anstrengender Tag mit interessanten Vorträgen, wir berichten in der nächsten Ausgabe! Kurz vor Ende der Veranstaltung machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg zum Bus und traten müde die Heimreise an. Trotz Baustellen und Sperrung der Autobahn wegen eines LKW-Unfalls brachte uns Busfahrer Peter schnell, sicher und heil in die Heimat.

Den Höhepunkt der Veranstaltung ,die vom Deutschen Diabetiker Bund initiierte Illumination des Brandenburger Tors, hat die Reisegruppe leider nicht mehr gesehen. Auch dank des guten Wetters war sie ein toller Erfolg und rückte das Thema Diabetes an diesem Abend für alle Besucher des Brandenburger Tors einen Augenblick ins Bewusstsein. (mk)