Berichte

Motto „Tu was für Dich“ - Selbsthilfetag in Ingolstadt

„Tu was für Dich“ war das Motto des 24. Gesundheitstages der Stadt Ingolstadt am 7. Juli. Wie viele andere Selbsthilfegruppen auch - 120 an der Zahl - war der <link>Regionalverband Ingolstadt ebenfalls wieder mit von der Partie.

 

Viel wurde den Besuchern von 9 bis 15 Uhr an Info-Ständen verschiedenster Selbsthilfegruppen bzw. Initiativen und im Rahmenprogramm geboten, auch sportliche Vorführungen mit Mitmachaktionen und sogar die Rettungshundestaffel waren dabei.

 

Wie in jedem Jahr konnten die Besucher am Info-Stand des Diabetikerbund Bayern ihren Blutzucker testen und/oder den Blutdruck messen lassen – etwa 150 Besucher nutzten dieses Angebot. NEU: Heuer boten wir, Dank der Unterstützung des Runden Tisches der Krankenkassen, zum ersten Mal die HbA1c-Messung an! Das Interesse war riesengroß: Es wurden insgesamt ca. 60 Messungen durchgeführt!

 

NEU: HbA1c-Messungen!

 

Jetzt fragen Sie sich vielleicht: Warum HbA1c-Messungen an einem Info-Tag, der die allgemeine Bevölkerung anspricht? Das macht Sinn, denn der aktuelle Blutzuckerwert ist immer nur eine Momentaufnahme, der HbA1c-Wert dagegen ist das sogenannte „Blutzuckerlangzeitgedächtnis“ – er repräsentiert den durchschnittlichen Blutzuckerwert der letzten ca. 8 Wochen. Und das macht den entscheidenden Unterschied: Menschen, die zwar an Diabetes erkrankt aber noch nicht diagnostiziert sind, fallen hier mit einem erhöhten Langzeitwert auf, obwohl der Blutzuckerwert zu diesem Zeitpunkt völlig unauffällig sein kann! Frühere Diagnosestellung ist aber besonders wichtig, wenn man bedenkt, dass Typ-2-Diabetes oft schon einige Jahre unbemerkt besteht, aber währenddessen schon Schäden an Gefäßen und Nerven entstehen können.

 

Selbstverständlich kam die Beratung am Stand auch nicht zu kurz – der Bedarf und die Themenvielfalt waren groß – allgemeine Fragen zu Diabetes, aber besonders auch zur Ernährung, Insulinen und Angeboten des Diabetikerbund Bayern wurden gestellt und natürlich auch beantwortet.

 

Thorsten Scholz, Regionalverbandsvorsitzender, bedankte sich am Ende des Tages bei Bernd Franz, Landesvorsitzender, und seiner Frau Elisabeth Preisinger-Franz, ohne die die Mess-Aktionen nicht möglich gewesen wären, für die Hilfe und Unterstützung.

 

Eine Anekdote am Rande des Tages: Eine Diabetologin versuchte uns öffentlich aufzuklären, man könne den korrekten HbA1c nur nüchtern messen. Das stimmt natürlich nicht! Etwas verärgert über unsere Ungläubigkeit und mit den Worten „Laien wissen immer alles besser als wir Ärzte“ verließ sie unseren Stand. Hat sie in diesem Punkt zumindest Recht? (Bernd Franz, Thorsten Scholz)