Berichte Kinder & Jugend Stories

SHG Kinder, Jugend und Eltern Nürnberger Land: Schulungstage „Messsysteme richtig interpretieren“

Die Teilnehmer des Schulungswochenendes 2019 in Wunsiedel © Horst Neubauer

Schulungssession der Eltern - neue Techniken und optimale Analyse von CGM-Daten © Horst Neubauer

Wo im Körper fühlt ihr eure Hypos? Blick in den Workshop der Kinder und Jugendlichen am Samstagmorgen © Horst Neubauer

Am letzten Juni-Wochenende trafen sich Kinder, Jugendliche und Eltern der SHG Kinder und Jugend Nürnberger Land in der Jugendherberge Wunsiedel zu gemeinsamen Schulungstagen.

Ab 15 Uhr trafen die Familien nacheinander an und bezogen ihre Zimmer. Beim gemeinsamen Abendessen wurde gleich das Schätzen der Kohlenhydrat-Einheiten (KE) geübt: „In welchen Lebensmitteln verstecken sich Kohlenhydrate und wie viel kann ich davon essen?“

Beim anschließenden Erfahrungsaustausch lernten sich die Teilnehmer näher kennen. Die Eltern stellten erste Fragen an unsere beiden Diabetesberaterinnen. Die Kinder erkundeten währenddessen das weiträumige Gelände der Jugendherberge und vertrieben sich die Zeit mit diversen Spielen wie Fußball, Volleyball, Tischtennis, Kicker usw.

Nach einem gemeinsamen Frühstück am Samstagmorgen wurden die Familien in zwei Gruppen eingeteilt – Eltern und Kinder. Die Eltern erhielten in einem Workshop von der Diabetesberaterin Informationen über die aktuellen Messsysteme wie CGM, FGM usw. Anschließend wurde besprochen, wie man die Vielzahl der Daten, die man von diesen Systemen in Form von Diagrammen erhält, auswerten und nutzen kann, damit sie die erhoffte Erleichterung für den Alltag bringen.

Die Kinder und Jugendlichen markierten in ihrer Gruppe an einer lebensgroßen Pappfigur die Bereiche, die sie bei Unterzuckerungen spüren. Beim folgenden Diabetesmemory lernten sie anhand der Bilder mit zugehörigen Beschreibungen wichtige Diabetesbegriffe anschaulich kennen. Beide Spiele führten zum regen Austausch der Kinder untereinander.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit KE-Schätzen fuhren alle zum Felsenlabyrinth Luisenburg, Europas größtem Felsenlabyrinth und Nationalem Geotop. Während der ca. 1,5-stündigen Wanderung durch das Gelände bei sehr warmen Temperaturen mussten doch einige Hypo- und Erholungspausen eingelegt werden. Die Faszination des gigantischen Granitsteinmeeres und die wundervolle landschaftliche Aussicht entschädigten jedoch dafür. Außerdem gab es danach eine Erfrischung in einem nahegelegenen Naturbad – so waren die Anstrengungen schnell wieder vergessen. Der Abend wurde wieder zum Erfahrungsaustausch und spielerischen Aktivitäten genutzt.

Schon war Sonntag. Nach dem Frühstück trafen wir uns noch einmal zu einer Zusammenfassung der Workshops. Danach machten wir uns auf den Weg zum nahegelegenen Greifvogelpark „Katharinenberg“. Hier erfuhren wir bei einer Flugvorführung durch die Falkner Interessantes über die Ausbildung der Greifvögel. Die Vögel flogen teilweise tief über die Zuschauer hinweg und landeten auch auf den Köpfen vorher ausgewählter Personen, was natürlich zur allgemeinen Belustigung beitrug.

Viel zu schnell vorbei!

Leider war das Wochenende wieder viel zu schnell vorbei und wir mussten nach dem Mittagessen die Heimreise antreten - allerdings nicht ohne das Versprechen, auch im nächsten Jahr ein Wochenende stattfinden zu lassen. (Monika Adel)