Berichte

SHG Weiden unterwegs: Besuch der Kontinentalen Tiefbohrung

Nach der bedrückenden Coronazeit ohne gesellige Zusammenkünfte, starteten wir, die SHG Weiden, am ersten September-Wochenende ganz neu durch. Wir waren mit 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, darunter acht ganz neue Gesichter, unterwegs. Wir besuchten die Kontinentale Tiefbohrung (KTB), einmalig in Deutschland bzw. auf der Welt. Anschließend wanderten wir durch eine wunderschöne Oberpfälzer Landschaft.

Die KTB drang bis in eine Tiefe von 9.101 m in die Erdkruste vor – das tiefste Loch der Welt in hartem kristallinem Gestein. Bei einer deutschlandweiten Suche, ähnlich der jetzigen Suche nach einem Endlager, wurde bis 1987 diese Gesteinsformation bei dem Oberpfälzer Städtchen Windischeschenbach als am besten für diese Tiefenbohrung geeignet ausgewählt. Neben der KTB ist Windischeschenbach noch wegen seiner Zoigelbier-Kultur und der „Altneihauser Feuerwehr“ ein Anziehungspunkt in der Region. Frisch gestärkt mit Kaffee und Kuchen im KTB, erfuhren wir im 1 ½ -stündigen Vortrag mit Filmvorführung und Besichtigung der Außenanlagen inkl. des Bohrturms viel zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen, dem Bohrvorgang mit seinen Problemen und Herausforderungen (Temperaturen und Druck bei über 9.000 m Tiefe)!

Im Anschluss ging es auf die Wanderstrecken. Es standen zwei Wander- bzw. Spazierstrecken zur Auswahl: eine 6 km und eine 3 km lang. Diese führten durch kleine Bauerndörfer, Wiesen und Felder mit Flurdenkmälern und einer kleinen Kapelle. Der letzte Wanderabschnitt wurde von der wildromantischen Fichtelnaab begleitet. Unser Ziel war die Campinganlage Schweinmühle. Hier ließen wir bei einer verdienten, zünftigen Brotzeit diesen wunderbaren, ereignisreichen Tag in geselliger Runde ausklingen. (Karl-Heinz Stupka)

Unsere Gruppe vor dem Bohrturm © Karl-Heinz Stupka
Kurze Rast im Schatten einer Kapelle © Karl-Heinz Stupka