Berichte

10. Alpin-Ski-Marathon in Berchtesgaden 1980 km und 354.900 Hm bei rund 7100 Abfahrten in 10 Stunden

Das allein ist eine tolle Leistung! Dazu kommt noch: Diese Kinder und Jugendlichen haben Diabetes, Asthma oder leiden an Adipositas! Mit dem Skimarathon will das Christliche Jugenddorfwerk (CJD) Berchtesgaden Betroffenen und Außenstehenden zeigen, dass man auch mit diesen Erkrankungen leistungsfähig ist, wenn man gelernt hat, das eigene Handicap zu managen.

 

Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen schnallten sich rund 180 Kinder und Jugendliche Skier, Snowboard oder Monoski an und legten um 9 Uhr kräftig los, nonstop bis 19 Uhr. Für die Betreuer war es eine Herausforderung, ihre Schützlinge im Auge zu behalten – überall wuselte es – auf dem Hang und im Auslauf. Hier stand ein Drive-In-Zelt zum Blutzuckermessen und mit Essen und Trinken für die Pausen bereit. Motiviert durch Betreuer und fetzige Musik vom Pisten-Wunschkonzert ging es immer wieder mit Skilift auf den Hang – er liegt direkt neben dem Jugenddorf.

 

Immer mehr Diabetiker

Im <link http: www.cjd-berchtesgaden.de berchtesgaden>CJD Berchtesgaden  werden Kinder und Jugendliche mit Asthma, Diabetes, Mukoviszidose und Adipositas betreut, deren häusliches Umfeld nicht vorhanden oder in der Lage ist, Erziehung und Therapie der chronischen Erkrankung zu leisten. Einige Leser kennen das CJD evtl. von Berichterstattungen über Asthma, dem früheren Schwerpunkt der Einrichtung. Dank neuer Medikamente ist Asthma heute besser behandelbar und seltener Grund für den Aufenthalt in einer pollenarmen Umgebung wie der Buchenhöhe 1000 m über dem Meeresspiegel. Seit einigen Jahren bildet sich ein neuer Schwerpunkt heraus: Nach der Schließung des Diabetiker-Jugendhauses Hinrichsegen übernahm das CJD die ersten Kinder und Jugendlichen mit Diabetes. Heute werden ca. 50 Diabetiker mit weiter wachsender Tendenz betreut. Sie besuchen während ihres Aufenthalts die angegliederten Schulen - alle Schularten sind vorhanden, teils auf dem Gelände (Grund- und Hauptschule mit M10), teils im Tal. Bei Bedarf ist auch das Absolvieren eines Orientierungsjahres mit Hineinschnuppern in zehn Ausbildungsrichtungen und anschließender Ausbildung im Wunschberuf möglich.

 

Schule und Berufsausbildung

Davon profitiert gerade Jennifer aus Stuttgart: Sie ist hier, weil es zuhause mit Blutzuckereinstellung und Ausbildung gar nicht klappte. Hier fand sie die richtigen Rahmenbedingungen und im laufenden Orientierungsjahr auch ihren neuen Traumberuf – im Metallbau wird sie eine Ausbildung absolvieren. Auch den Diabetes hat sie jetzt gut im Griff. (Marion Köstlmeier)