Ein Jahr nach Einführung des bayerischen Pilotprojektes <link https: www.typ1diabetes-frueherkennung.de>Fr1da zur Früherkennung von Typ 1-Diabetes veröffentlichte das Institut für Diabetesforschung am Helmholtz Zentrum München im wissenschaftlichen Fachmagazin BMJ Open erste Ergebnisse. Bei allen 105 Kindern, bei denen ein Frühstadium diagnostiziert wurde, konnten die Ärzte eine Stoffwechselentgleisung verhindern.
Insgesamt sollen 100.000 Kinder in ganz Bayern im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen U7, U7a, U8 oder U9 beim Kinderarzt auf Inselautoantikörper, den Vorboten von Typ-1-Diabetes, untersucht werden. Dadurch kann das Risiko für lebensgefährliche Stoffwechselentgleisungen (Ketoazidosen) und die dadurch notwendige Einweisung auf die Intensivstation eines Krankenhauses verringert werden – so das erste Fazit der Wissenschaftler.
Während deutschlandweit jedes dritte Kind zum Zeitpunkt der Diagnosestellung wegen einer Ketoazidose behandelt werden muss, erlitt bisher keines der Kinder, bei denen mit dem Fr1da-Früherkennungstest ein Typ 1-Diabetes im Frühstadium diagnostiziert wurde, eine Stoffwechselentgleisung.
„Dank der Unterstützung durch die engagierten bayerischen Kinderärzte und die Bevölkerung verläuft die Umsetzung der Fr1da-Studie äußerst zufriedenstellend“, beurteilt Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler die ersten Ergebnisse, „eine bevölkerungsweite Vorsorgeuntersuchung auf Typ 1-Diabetes in dieser Altersgruppe ist machbar“. 39 Prozent aller bayerischen Kinderärzte beteiligen sich bisher an dem Projekt. Bei 0,39 Prozent der Teilnehmer (105 Kinder) wurde ein Frühstadium des Typ 1-Diabetes diagnostiziert. (Helmholtz Zentrum München)

