Am 11. Dezember 2025 trafen sich die „Diabetiker Typ-1 München“, um sich in dem theoretischen wie praktischen Vortrag „Hilfreiche Übungen bei Diabetes unter Berücksichtigung wichtiger Trainingsprinzipien“ Tipps für Bewegungsübungen zur Unterstützung des eigenen Umgangs mit dem Diabetes geben zu lassen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ließen sich von unserem Gast, Referentin Frau Moll, überzeugend zeigen, dass unter Berücksichtigung wichtiger Prinzipien ein effektives Training möglich ist, welches nicht nur die eigene Fitness, sondern auch die Blutzuckerwerte verbessern kann. In einzelnen Übungssequenzen führte Frau Moll mit den Teilnehmenden konkrete Bewegungsabläufe aus und erklärte deren Sinn und Nutzen:
Tägliche individuelle Übungen zuhause sollen das eigene Bewegungsprogramm ergänzen, um u.a. eine weitere Möglichkeit der Blutzuckersteuerung zu erhalten. Dabei kommt es nicht auf ein „großes Trainingsprogramm“, sondern auf kleine, gezielte und Freude machende Übungen an, die sich gut in den Alltag integrieren lassen. Bei der Auswahl der Übungen ist es hilfreich, Empfehlungen und Tipps einzuholen, sich beraten zu lassen und ein Programm zusammenzustellen, das dem eigenen Können, Wollen, aber auch Müssen entspricht.
Welche Prioritäten sollten in der Auswahl der Übungen gesetzt werden? Frau Moll empfiehlt hier Übungen, die sowohl die Mobilität als auch die Kraft und Ausdauer fördern. Die Referentin spricht sich für ein mäßiges, aber regelmäßiges Üben aus. Allerdings weist Frau Moll auch darauf hin, dass isoliertes Üben daheim Nachteile haben kann. Es sollte unbedingt durch weitere, gemeinsame, soziale Bewegungs- und Sportaktivitäten ergänzt werden.
Neben den Verbesserungsmöglichkeiten wie der eigenen Fitness, der Ausdauer, Kraft und Koordination stellt sich abschließend noch die Frage, ob es zusätzliche Vorteile gezielter Übungen für uns Diabetiker gibt? Frau Moll antwortet hier mit einem eindeutigen Ja!
Funktionelle Übungen verbessern u.a. die Insulinsensitivität. Der Körper kann besser, effektiver und schneller das Insulin im Stoffwechsel verarbeiten, stabilere Blutzuckerwerte sind mögliche Folgen. Insgesamt verringert sich so langfristig das Risiko von negativen Folgen vor allem für den Körper im Zusammenhang mit dem Diabetes.
Der theoretische wie praktische Vortrag von Frau Moll erinnerte uns Anwesende wieder einmal daran, mit welch relativ einfachen Methoden wir im Alltag selbst unseren Diabetes noch besser managen können. Dafür vielen Dank an die Referentin.
Der Referentin und allen Mitgliedern der Selbsthilfegruppe damit ein gesundes, bewegungsfreudiges und insgesamt gut laufendes Jahr 2026!! (Lutz Richter)
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