Dieses Thema war der rote Faden durchs Programm des Ansbacher Diabetikertages im vergangenen Dezember.
Ab 10 Uhr startete ein umfangreiches Vortragsprogramm. PD Dr. med. Jörn Maroske klärte über „Chirurgische Behandlungsmöglichkeiten bei Übergewicht/Adipositas“ auf und stellte dabei verschiedene chirurgische Möglichkeiten bei extremem Übergewicht vor. Es folgte der Vortrag von Dr. med. Susanne Fischer „Konservative Behandlungsmöglichkeiten bei Diabetes und Adipositas“ mit dem Ziel der Gewichtsregulierung bei Typ-2-Diabetes. Die Diabetesberaterin Ute Neuber erklärte, was das Körpergewicht mit Diabetes zu tun hat und wie Übergewicht durch einen gesunden Lebensstil abgebaut werden kann.
Nach einem gesunden, schmackhaften Mittagessen setzte Frau Dr. med. Fischer mit „Ausdauer- und Krafttraining bei Diabetes“ fort. Schluss war jetzt mit Theorie und Vorträgen lauschen – nun wurde es praktisch: Jette Bomsdorf und Belinda Schrodt vom Institut für Physiotherapie boten Mitmach-Trainings mit praktischer Anleitung auf einem Crosstrainer und Gymnastik mit Hilfsmitteln an.
Um die Vorträge herum wurde die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen und die Beratung und Messmöglichkeiten (BMI und Bauchumfang) an den Info-Ständen reichlich genutzt. Auch Klaus Walter und Thomas Sommer, die den Info- Stand des Diabetikerbund Bayern betreuten, konnten vielen Betroffenen durch Information über Angebote des Diabetikerbund Bayern im persönlichen Gespräch weiter helfen.
Das Fazit des Tages:
Da sich die sogenannte Adipositas in jedem Fall auf die Wirksamkeit von Insulin auswirkt, fallen i.d.R. bei "normalgewichtigen" oder nur moderat über der Norm liegenden Diabetikern die Blutzuckerwerte besser aus, als bei Adipösen. Deshalb ist es nötig, die überdeutliche Fettleibigkeit einzudämmen und das Gewicht der besseren Diabetes-Einstellung wegen in die Nähe des Normbereiches zu bringen. Wer ein offenes Ohr hatte, konnte eine ganze Menge an Erkenntnissen, wie man das Gewicht im Zaume halten kann, mit nach Hause nehmen. (Klaus Walter, Marion Köstlmeier)

