Im Anschluss an den Typ-1-Diabetikertag am 9. November 2013 fand im Rotkreuzhaus Weiden die 30-Jahr-Feier der <link>Diabetiker-Selbsthilfegruppe (DSHG) Weiden und Umgebung statt.
Es war ein langer aber auch sehr erfolgreicher Weg, den die Selbsthilfegruppe seit der ersten Veranstaltung am 18. November 1983 gegangen ist. Um sich die Zeitspanne besser vorstellen zu können: Als das Reaktorunglück in Tschernobyl passierte, war die DSHG schon im dritten Jahr in Weiden tätig.
Ausgangspunkt war damals ein Schulungsabend des Schulungsteams in den Räumen der VHS Weiden, der zur Hälfte aus kompetenten Mitgliedern des Diabetikerbundes um die damalige Landesvorsitzende Inke Kuhn und Ärzten sowie Diabetesfachpersonal aus der Klinik München-Schwabing mit Prof. Eberhard Standl an der Spitze bestand. Dieses Team reiste an verschiedenen Wochenenden in viele Gegenden Bayerns, um den Selbsthilfegedanken für Diabetiker bekannt zu machen. Am nächsten Tag, dem 19. November 1983, hatte dieses Team auch gleich einen Einsatz in Amberg. Hier wie dort entwickelten sich innerhalb kürzester Zeit lebendige und aktive Gruppen. Die erste eigenständige Veranstaltung vor Ort war im Januar 1984 ein Treffen in der Max-Reger-Gaststätte mit über 50 Personen. Dabei ging es damals in erster Linie darum, ob überhaupt Interesse an einer SHG bestand und welche Themen dort behandelt werden sollten. Nachdem alle für eine Weiterführung der Veranstaltungen votierten, wurden in den folgenden Monaten, unter Federführung von Karl-Heinz Stupka und Reinhold Stadick, für Februar und März jeweils ein Kochkurs für Diabetiker organisiert. Im April stand ein Arztvortrag mit dem Thema „Grundlegendes über Diabetes“, im Mai eine Ernährungsinformation, im Juni ein Vortrag über die Herstellung von Diabetikergebäck und im Juli eine Facharztinformation über die damals neue Langzeitmessung HbA1 auf dem Programm. Es folgten Vorträge eines Augenarztes und eines Fachmanns für soziale Aspekte. Mit einem weihnachtlichen Backkurs für Diabetiker, verbunden mit der Weihnachtsfeier, wurde das erste Jahr der DSHG in Weiden beendet. Im Laufe der nächsten Jahre stand nahezu jeden Monat ein Vortrag oder Erfahrungsaustausch auf dem Programm. Auch Wanderungen, Busfahrten, spezielle Informationen für Eltern mit diabetischen Kinder/Jugendlichen, für Typ-1- und Typ-2-Diabetiker kamen zur Durchführung.
Einen Höhepunkt stellen seit 1998 die jährlich stattfindenden Weidener Dia-betikertage dar, die von Prof. Dr. Hermann Wagner in Zusammenarbeit mit der DSHG Weiden ins Leben gerufen wurden. Sie sind bis heute ein Selbstläufer. Aber auch besondere kulturelle Aktionen dürfen in diesem Rückblick nicht fehlen. Es fanden zwei Lesungen statt, Besuche bei Festspielen und auch die Teilnahme am „1. Diabetikerball“ sollte erwähnt werden.
Solch vielfältige Aktivitäten können aber nur stattfinden, wenn das entsprechende Interesse besteht und sich die Mitglieder auch aktiv in die SHG-Arbeit einbringen. Dies war vom ersten Tag bis heute der Fall.
Im Rahmen der Feier ehrten wir langjährige und/oder sehr aktive Mitglieder mit einem kleinen Präsent.
Mehr zum Gruppenjubiläum inkl. der Ehrung von Karl-Heinz Stupka und dem Diabetikertag Weiden lesen Sie in der nächsten Ausgabe des kontakt oder hier! (Karl-Heinz Stupka)
- Symposium „Der diabetisch-neuropathische Fuß – Amputationen vermeiden“
- SHG Röthenbach: Jetzt weibliche Führungsspitze
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