Berichte

Filmtipp: Exit Marrakech Gelungene Darstellung eines Teenagers mit Diabetes

Ben, 17, hat Diabetes, was nicht im Vordergrund steht, dennoch zieht sich das Thema leise und realistisch durch den ganzen Film.


Im Mittelpunkt steht die Beziehung von Vater und Sohn, die sich aufgrund der frühen Trennung der Eltern und räumlichen Entfernung sehr fremd sind. Ben soll nun seine Sommerferien beim Vater in Marokko verbringen. Dabei klaffen die Vorstellungen weit auseinander - Ben möchte das wirkliche Marokko kennen lernen, sein Vater liebt das Luxusleben im Hotel. Ben lernt Einheimische kennen - das Abenteuer beginnt. Ben eröffnet seinem Vater durch seine Kapriolen, die den Vater aus seinem Trott heraus zwingen, ganz neue Eindrücke und Sichtweisen, sie nähern sich wieder an. Mehr wird nicht verraten.


Es ist ein Film mit Tiefgang, ehrlichen Gefühlen, schönen Bildern von Marokko und Diabetes – ein Teenager, der alles selbstständig und selbstverständlich managt, besorgte Eltern usw. Sehenswert für Familien mit Diabetes und alle, die mit Diabetikern zu tun haben. Ben's Diabetes ist immer dabei, aber selten mittendrin, die Eltern machen sich Sorgen und "nerven" deshalb manchmal - so die Originalaussagen von selbst betroffenen und daher besonders kritischen Kindern und Jugendlichen nach dem Film.


Caroline Link, Oscar®-Preisträgerin für „Nirgendwo in Afrika“ hat das Drehbuch geschrieben und Regie geführt. Während der Entstehung des Drehbuchs sprach sie auch mit Eltern und Teenagern aus dem Gesprächskreis Eltern München. Wir sind sehr stolz, einen kleinen Teil zum Gelingen dieses Projekts beigetragen zu haben.


Kino-Start war am 24. Oktober 2013. Evtl. läuft der Film in den Weihnachtsferien noch in dem ein oder anderen Kino. Der Film ist ab 6 Jahren freigegeben. Die DVD/Blu ray erscheint voraussichtlich am 24. April 2014. <link http: www.exitmarrakech.de>Trailer und zusätzliche Infos


Interviews mit Caroline Link und Samuel Schneider folgen in der nächsten Ausgabe der Mitgliederzeitschrift kontakt, die Ende Februar erscheint! (Marion Köstlmeier)