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Gewicht abnehmen mit “low carb“ oder „low fat“? – Egal, Hauptsache nachhaltig!

Stefan Engeli erhält Gesundheitspreis 2013 der „Stiftung Rufzeichen Gesundheit!“


Zucker- und kohlenhydratarm essen oder besser Fett einsparen – für wen ist welche Strategie am besten geeignet zum Gewichtabnehmen – und vor allem: zum Gewichthalten und zur langfristigen Verbesserung des Stoffwechsels? Seit Jahren diskutieren darüber selbsternannte, aber auch renommierte Experten. Der Gesundheitspreis 2013 der „Stiftung Rufzeichen Gesundheit!“ des Wort & Bild Verlages geht an PD Dr. Stefan Engeli, Vorstandsmitglied der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) e.V. und Leiter eines Forschungsprojektes im Kompetenznetz Adipositas, für seine herausragenden Arbeiten zum Metabolischen Syndrom.


„„Low carb“ oder „low fat“ - letztlich ist es egal, welche kalorienreduzierende Strategie angewendet wird, um Gewicht abzunehmen – Hauptsache, die Strategie passt zu der Person, die sie anwenden will. Und die passende energiereduzierte Kostform ist immer diejenige, mit der Sie oder Er langfristig am besten zurechtkommt. Denn das erhöht die Chancen auf einen Langzeiterfolg.“, fasst Engeli zusammen. Außerdem zeigten die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe, dass der Erfolg einer Gewichtsreduktionsmaßnahme nicht ausschließlich an der erreichten Gewichtsabnahme gemessen werden sollte, denn „Blut- und Leberwerte profitieren nachhaltiger, als es die Waage anzeigt“, so der Preisträger.


Privatdozent Dr. med. Stefan Engeli untersuchte an der Medizinischen Hochschule Hannover in einer großangelegten Gewichtsreduktionsstudie 170 Menschen mit einem Body Mass Index (BMI) über 27 kg/m2, die zufällig zu einer von zwei verschiedenen Diäten mit unterschiedlichem Fett und Kohlenhydratgehalt zugeteilt wurden. Sechs Monate nach Abschluss der Diät und nochmals etwa 2,5 Jahre später wurden die Teilnehmer umfangreich untersucht. Kein einziger der deutlich durch Gewichtsreduktion verbesserten Messwerte (Körpergewicht, Taillenumfang, Fettmasse im Bauchraum, Blutdruck, Blutzucker, Herzgröße, Leberverfettung) wurde nur durch die eine, aber nicht durch die andere Diät beeinflusst. Überraschenderweise zeigte sich auch in der Langzeitnachbeobachtung, dass Leberverfettung und Blutzuckerwerte noch deutlich unter den Ausgangswerten lagen, obwohl die Teilnehmer inzwischen etwas mehr als die Hälfte des ursprünglich reduzierten Körpergewichts wieder zugenommen hatten. (PR Kompetenznetz Adipositas)