Klaus Fiedler, Leiter der<link> Selbsthilfegruppe Selb, war am Beginn der Weihnachtsfeier ein gewisses Erstaunen deutlich anzumerken: „Ich bin überwältigt“, brachte er seine Freude zum Ausdruck! Sage und schreibe 75 Personen konnte er im voll besetzten Saal der Gaststätte Blockhütte begrüßen. Das ist absoluter Besucherrekord während des knapp zehnjährigen Bestehens der Gruppe. Und die Teilnehmer bereuten ihr Kommen nicht, denn sie erlebten einen sehr abwechslungsreichen und unterhaltsamen Abend.
Unter den Ehrengästen befand sich unter anderem der Selber Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch. Er zeigte sich beeindruckt ob Vielzahl an Aktivitäten, die die Diabetiker-Selbsthilfegruppe Selb Betroffenen, Angehörigen und anderen Interessenten, die in irgendeiner Weise mit Diabetes zu tun haben, im abgelaufenen Jahr geboten hat. Ganze 24 Veranstaltungen organisierte Klaus Fiedler mit seinem Team – so viele wie noch nie. Deshalb sagte Pötzsch der Gruppe für das Jahr 2014 für zwei Belange seine bestmögliche Unterstützung zu:
- Seit zum Jahresende der Diabetologe Mesut Durmaz seine Filialpraxis in Selb schließen musste, sind die Diabetiker ohne wohnortnahe fachärztliche Versorgung. Der Oberbürgermeister setzt sich persönlich für eine Lösung dieses Problem ein. „Ich bin auf einem guten Weg“, machte er den Anwesenden Hoffnung.
- Außerdem versprach er Hilfe bei der Durchführung eines „Tages der Selbsthilfe“, den Klaus Fiedler anlässlich des zehnjährigen Gruppen-Jubiläums zusammen mit anderen Selbsthilfegruppen aus Selb und der Region veranstalten möchte.
Der stellvertretende Landrat Gerald Schade brachte ebenso seine Anerkennung für die Leistungen der Diabetiker-Selbsthilfegruppe Selb zum Ausdruck und wies auf die große Bedeutung der Selbsthilfe in unserem Gesundheitssystem hin. Er freute sich, dass Herr Fiedler auch ihre gemeinsame Heimatgemeinde Röslau in seinen Veranstaltungskalender einbezogen hat, und verteilte später – verkleidet als Nikolaus – kleine Weihnachtsgaben.
Eine nicht ganz alltägliche Ehrung durfte Günther Hollering entgegennehmen. Bereits in seiner Jugend erkrankte er an Diabetes, 1988 ist er dem Landesverband Bayern des Deutschen Diabetiker Bundes beigetreten. Das war zu einer Zeit, als in Selb erstmals eine Diabetiker-Selbsthilfegruppe gegründet wurde. Diese Gruppe existierte jedoch nur wenige Jahre. Im März 2004 erfolgte die Wiedergründung und Hollering ist von Beginn an als Beisitzer der Gruppenleitung aktiv dabei. Klaus Hohlweg, der Vorsitzende des Regionalverbandes Oberfranken Ost und Beisitzer im Landesvorstand, bedankte sich bei Herrn Hollering für seine 25-jährige Mitgliedschaft im Diabetikerbund Bayern e.V. mit einer Urkunde und einem Präsent. In seiner Laudatio verdeutlichte er, wie wichtig langjährige Mitglieder für eine Selbsthilfeorganisation sind und wie wichtig auch für den Einzelnen die Mitgliedschaft im Interessensverband ist, denn: Nur gemeinsam können Diabetiker ihre Belange in der Politik und im Gesundheitswesen durchsetzen.
Wie schon in den letzten Jahren war die Heimatbühne Selb ein Garant für beste Unterhaltung. Mit ihrem Stück „Keine Panik, Mama“ brachte sie so ziemlich alles zum Vorschein, was in den letzten Stunden vor dem Heiligen Abend schief laufen kann. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von den „Zither-Moidla“ und Alfred Summa am Akkordeon. Einige Lieder spielten sie sogar gemeinsam, obwohl sie vorher noch nie zusammen im Einsatz waren. (Stefan Specht)


