Berichte

Mögliche Auswirkungen des Diabetes im HNO-Bereich

Am 28.3.2015 hatte die <link>SHG Röthenbach Frau Dr. Ines Weinzierl, Fachärztin für HNO (Hals, Nasen, Ohren) und Allergologie, zu Gast. Sie sprach über Diabetes und Erkrankungen im HNO-Bereich. Dieser betrifft vier unserer sechs Sinne: Riechen, Schmecken, Hören und das Gleichgewicht.


Infolge dauerhaft erhöhter Blutzuckerwerte kann es zur Schädigung peripherer Nerven kommen. Mögliche Folgen drohen auch im HNO-Bereich: Hör-, Gleichgewichts-, Geruchs- oder Geschmackstörungen.


Bei den Hörstörungen unterscheidet man zwischen einem schleichenden beidseitigen Hörverlust und dem plötzlichen einseitigen Hörverlust (Hörsturz). Wissenschaftliche Tests haben ergeben, dass das Risiko, an einem Hörsturz zu erkranken, für Diabetiker weit größer ist als für Nichtdiabetiker.


Zentrale Bedeutung hat für uns auch der Gleichgewichtssinn. Störungen können sich hier in Form von Benommenheitsschwindel, Drehschwindel oder als Folge von Über- oder Unterzuckerungen zeigen. Leider gibt es gegen Gleichgewichtsstörungen keine „Pille“. Vorbeugen (Radfahren, Balancieren), gute Blutzuckerwerte und der rechtzeitige Gang zum Arzt sind die beste Therapie. Das gilt auch für Geruchs- und Geschmacksstörungen, die meist einen schleichenden Verlauf nehmen und irreversibel sind.


Tipps für den Alltag


Zum Schluss sprach Frau Dr. Weinzierl noch die Pflege der verschiedenen „Höhlen“ an. Um Verletzungen zu vermeiden, sollte man bei einer Erkältung häufiges Schnäuzen und „Nasebohren“ unterlassen. Auch auf die Verwendung von Wattestäbchen zur Gehörgangspflege sollte verzichtet werden.


Mit diesem Referat wurde der Gruppe wieder viel Neues und Interessantes vermittelt, was aufgrund der temperamentvollen Vortragsweise von Frau Dr. Weinzierl sehr unterhaltsam und nachhaltig war. Mit viel Applaus und einem kleinen Geschenk dankte die Gruppe für diesen Abend. (Brigitte Laue).