Der diesjährige Tagesausflug führte die Mitglieder der <link>Röthenbacher Selbsthilfegruppe nach Pilsen - die Hochburg des tschechischen Bieres. Doch Europas Kulturhauptstadt 2015 hat noch viel mehr zu bieten als Bier, aber das erfuhren wir erst beim Stadtrundgang nach dem Mittagessen.
Auf dem Hinweg machten wir einen kurzen Zwischenstopp vor dem historische Gebäude der Brauerei Prazdroj, in der die Traditionsbiere Pilsener Urquell und Gambrinus gebraut werden.
Das Mittagessen genossen wir in der urigen Brauereigaststätte „u Salzmannu“ mitten in Pilsen. Die reichhaltige Speisekarte, die von Wild bis Geflügel, über Fisch und Pasta bis zu traditionellen tschechischen Spezialitäten alles enthielt, hatte wirklich für jedermann etwas zu bieten – da fiel einigen die Auswahl so richtig schwer!
Frisch gestärkt trafen wir uns auf dem zentralen Platz in Pilsen mit Stadtführerin Barbara. Dieser sei mit einer Größe von 139 x 193 m einer der größten Stadtplätze Europas. Eingerahmt wird er von vier modernen Brunnen, die Motive aus dem Pilsner Stadtwappen (Engel, Windhund, Kamel) symbolisieren.
Eindrucksvolle historische Bauwerke
Nachdem wir das Renaissance-Rathaus und das Kaiserhaus bewundert hatten, besichtigten wir die den Platz beherrschende St. Bartholomäus-Kathedrale. Ihr Turm ist mit seinen 102,26 m der höchste Kirchturm der tschechischen Republik. In der Mitte des neugotischen Altars befindet sich das wertvollste Juwel der Stadt, die 1,34 m hohe Statue der Jungfrau Maria mit Jesuskind, die sog. Pilsener Madonna.
Auf dem die Stadt umschließenden Parkanlagenring passierten wir einige schöne Brunnen und Denkmäler (z.B. von Smetana). Wir sahen das Große Theater, das im Neorenaissance-Stil erbaut wurde und das neue Theater, das im Volksmund wegen seiner modernen Fassade „Schweizer Käse“ genannt wird.
Den krönenden Abschluss dieses Stadtrundgangs bildete die im maurisch-romanischen Stil erbaute Große Synagoge, die alle anderen Gebäude in ihrer Umgebung überstrahlt. Nach ihrer Restaurierung in den Jahren 1994 – 1998 durch die jüdische Gemeinde dient sie heute ihrem ursprünglichen Zweck. Zudem wird sie auch für Ausstellungen und Konzerte genutzt.
Nach der Führung blieb noch genug Zeit, um im Sonnenschein Kaffee zu trinken, das tschechische Bier zu testen oder Einkaufen zu gehen. Mit vielen neuen Eindrücken bepackt, traten wir um 16:30 Uhr unserer Heimreise an. (Brigitte Laue)

