Gemeinsame Stellungnahme des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin e.V. (DNEbM) und der Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)
<link https: www.eupati.eu de>EUPATI steht für „Europäische Patientenakademie zu therapeutischen Innovationen“. Diese Toolbox ging Anfang 2016 in deutscher Sprache online. Sie enthält eine Sammlung von Texten und Videos, die den Prozess der Entwicklung und Zulassung von Arzneimitteln für Patienten verständlich erläutern sollen.
Auszug: EUPATI ist ein für fünf Jahre mit insgesamt Zehn Millionen Euro ausgestattetes Projekt - fünf Millionen stammen aus EU-Mitteln, fünf Millionen finanziert die Pharmaindustrie. EUPATI hatte nach eigener Darstellung das Ziel, „Patienten wissenschaftlich fundierte, objektive und verständliche Informationen über Forschung und Entwicklung in der Pharmazie zukommen zu lassen. Sie wird die Patienten zunehmend befähigen, als gut informierte Fürsprecher und Berater aufzutreten... Sie wird Patienten als Laien im Gesundheitssystem sowie schwer erreichbare Patientengruppen informieren, indem sie öffentliches Bewusstsein für die Entwicklung neuer Therapien herstellt.“
Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (DNEbM) und die Patientenvertretung beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) begrüßen die Idee, solche Informationen frei zur Verfügung zu stellen. Allerdings genügen die Texte nicht den Mindestanforderungen an die Erstellung von verständlichen Informationen für Patientinnen und Patienten.
Das DNEbM und die Patientenvertretung beim G-BA kritisieren insbesondere drei Punkte:
- Es fehlt jegliche Dokumentation des methodischen Vorgehens.
- Die sprachliche und redaktionelle Umsetzung ist ungeeignet für eine breitere Zielgruppe von Nicht-Fachleuten.
- Kritische Aspekte der Arzneimittelentwicklung und -zulassung werden nicht diskutiert.
Die komplette Stellungnahme mit detaillierten Ausführungen zu allen drei Punkten können Sie <link http: www.ebm-netzwerk.de pdf stellungnahmen eupati-20160530.pdf view>hier abrufen.
