Selbsthilfe ist bunt und vielfältig – das wissen alle, die Selbsthilfegruppen kennen. Jede Selbsthilfegruppe ist einzigartig. Ihnen gemeinsam ist: Sie bringen uns sehr viel an Wissen, Motivation, Vernetzung, Austausch, Gemeinschaft, Zusammenhalt, Aufgefangen-Werden …
In Bayreuth haben ca. 20 % der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Doch wie ist das in den örtlichen Selbsthilfegruppen? Sind hier auch 20 % der Teilnehmer*innen Menschen mit Migrationshintergrund? Ein Nein gibt uns den Auftrag, uns um diese Zielgruppe zu kümmern! Warum spiegeln die Selbsthilfegruppen nicht die gesellschaftliche Zusammensetzung wider? Klar ist: Auch Menschen mit Migrationshintergrund könnten von der Selbsthilfe profitieren.
Wieso finden sie den Weg in Selbsthilfegruppen nicht? Wie können wir Zugang zu bestehenden Gruppen schaffen oder miteinander neue Formate entwickeln? Wie können wir Themen der Selbsthilfe und unser Gesundheitssystem mit seinen Unterstützungsangeboten für die neue Zielgruppe greifbarer und niederschwellig zugängig machen?
Den Bedarf sehend initiierte der Paritätische in Oberfranken über die Selbsthilfeunterstützungsstelle in Bayreuth das Projekt „Kultursensible Selbsthilfe“. Als Koordinatorin konnte Valentina-Amalia Dumitru gewonnen werden, die Erfahrungen als Vorsitzende des Integrationsbeirates Bayreuth und Koordinatorin des MiMi-Gesundheitsprojektes Bayreuth mitbringt.
Am 24. Juli findet ein erstes Vernetzungstreffen mit Organisationen und Vereinen für Menschen mit Migrationshintergrund im Raum Bayreuth zur Vorstellung des Projektes statt. Wie es danach konkret weiter geht und was sich am Ende der Projektzeit von einem Jahr entwickelt, ist abhängig von dem Engagement der Betroffenen. Fest steht: Die Initiatoren sind hochmotiviert, speisen ihre Erfahrungen mit ein und gehen mit großer Offenheit sowie Neugier an diese Aufgabe heran.
Kulturbedingte Unterschiede müssen herausgearbeitet werden, da erfahrungsgemäß mit vielen Themen anders und kulturspezifisch umgegangen wird. Häufig spielen Familie, Freunde, Nachbarn eine sehr viel zentralere Rolle. „Wir können viel voneinander lernen. Dies ist eine große Chance für uns alle“, unterstreicht Claudia Friedel von der Selbsthilfeunterstützungsstelle des Paritätischen.
Sie wollen und können in Bayreuth helfen? Sie möchten mehr Informationen zum Projekt? Wenden Sie sich an
Valentina-Amalia Dumitru,
Kirchgasse 1, 95444 Bayreuth
Tel.: 0151/55 22 14 83, E-Mail: valentina-amalia.dumitruparitaet-bayern.de.
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