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Zeigt her Eure Füße

Man leidet an erhöhtem Blutzucker (Diabetes mellitus) und interessiert sich für seine Erkrankung. Bei über längerer Zeit erhöhtem Blutzuckerspiegel, kann es zu Nervenschädigungen kommen, die sich meistens zuerst an den Füßen bemerkbar machen. Oft treten dort zunächst Missempfindungen, später auch Schmerzen und Taubheitsgefühl auf. Der völlige Verlust von Gefühlen kann folgen. Verletzungen der Haut werden nicht mehr gespürt, bleiben unerkannt und deshalb oft unversorgt. Besonders problematisch ist das an schlecht zugänglichen Stellen z. B. zwischen den Zehen oder an der Fußsohle. Durch die fehlende Versorgung dieser zunächst kleinen Wunden kann es sehr schnell zu Entzündungen kommen, aus denen sich hartnäckige, tiefe, bis auf den Knochen reichende Geschwüre entwickeln. Somit entsteht ein offener diabetischer Fuß mit möglichen schwerwiegenden Folgen, im schlimmsten Fall den Verlust von Teilen der Gliedmaßen.

Damit es nicht erst soweit kommt, sollte der Diabetiker folgende Tipps beachten, die auf Grund von Erfahrungen  zusammengestellt wurden.

 

1. Tägliche Fußinspektion

Tägliche Kontrolle der Füße - vor allem auch von unten. Man benutzt dazu einfach einen ausreichend großen Spiegel. Auf Entzündungen achten (z.B. Rötungen, Schwellungen, Absonderungen von Flüssigkeiten aus der Haut) und Pilzerkrankungen - besonders zwischen den Zehen. Letztere erkennt man an Hauteinrissen zwischen den Zehen und weißlichen Belägen.

Wichtig! Auf kleinste Verletzungen, Blasen, Druckstellen, Hühneraugen, Einrisse achten und lassen Sie diese immer vom Arzt behandeln. Wenden Sie sich auch bei anderen unklaren Veränderungen an Ihren Füßen an Ihren Doktor.

 

2. Tägliche Fußpflege

Regeln die man einhalten sollte! - bei intakter Haut - 3 bis 4mal pro Woche ein kurzes Fußbad von 3 bis 5 Minuten. Testen Sie die Wassertemperatur immer mit einem Badethermometer. Diese sollte 30°C bis höchstens 35°C betragen. Benutzen Sie keine alkoholischen Badezusätze (Alkohol als Zusatz steht auf der Verpackung). Kamillenbäderkonzentrate z. B. enthalten viel Alkohol. Nehmen Sie keine Seifen, da diese die Haut zu sehr austrocknen, sondern seifenfreie Waschlotionen oder ähnliches. Trocknen Sie Ihre Füße nach dem Waschen sorgfältig ab. Vermeiden Sie aber zu starkes Abreiben, um Hautreizungen zu verhindern. Achten Sie besonders darauf, dass auch die Zehenzwischenräume gut getrocknet werden - am besten mit dem Handtuch tupfen. Trockene, schuppige und rissige Haut ist ein Warnzeichen - Ihren Füßen fehlt Feuchtigkeit oder sie sind nicht ausreichend gefettet. Cremen Sie Ihre Füße täglich - jedoch nicht in den Zehenzwischenräumen  ein. Benutzen Sie dazu fettende oder feuchtigkeitsspendende neutrale Salben oder Lotionen.

 

Elisabeth Preisinger-Franz,

Diabetesassistentin DDG

Wundmanagerin

Dieser Artikel wird in der kommenden Ausgabe des kontaktes fortgesetzt. Dazu wird es einen Bericht aus der Ärzte-Zeitung zum Thema: „Amputationen lösen Probleme von Diabetikern nicht“ geben.