Die gemeinsame Veranstaltung der Diabetiker-SHG Weiden und des Klinikums fand schon traditionell im großen Saal der Cafeteria des Klinikums Weiden statt.
Schon bei der Eröffnung des Diabetestags durch Dr. Martina Troppmann, Chefärztin der Med. Klinik 1, kündigte sich ein positiver Verlauf an. An der hohen Besucherzahlt spürte man das große Interesse, das im Vorfeld geweckt worden war.
Die Besucher konnten sich schon vor Referatsbeginn an den Firmen- und Fachständen über eine Vielzahl an Neuerungen, aber auch Bewährtem für Menschen mit Diabetes und ihrer Therapie informieren. Besonders gut besucht waren unser Stand mit kostenloser Blutzuckermessung sowie der Info-Stand der AOK mit kostenfreier Blutdruckmessung.
Der erste Referent, Dr. Gerhard W. Schmeisl, war den Menschen mit Diabetes in Weiden kein Unbekannter mehr. Schon zum dritten Mal war er Hauptreferent des Weidener Diabetestages. Man merkte ihm an, dass das Thema Diabetes für ihn einen besonderen Stellenwert hat. Bei seinem ersten Vortrag „Moderne, leitliniengerechte Therapie des Diabetes Typ 2“ zeigte er auf, wie Ernährung, Bewegung, Verzicht auf Nikotin und Alkohol - also einfach eine gesunde Lebensgestaltung - ein gutes und optimistisches Leben ermöglichen. Dies untermauerte er ausführlich mit Fakten aus neueren Forschungen sowie mit Beispielen aus seinem großen Erfahrungsschatz, den er sich im Laufe seines Berufslebens angeeignet hat. Sein 2. Vortragsthema war „Diabetes und Demenz - gibt es Zusammenhänge?!“: Demenz rückt immer stärker ins Rampenlicht und auch Diabetes kann eine gewisse Rolle spielen. Jede extreme Unterzuckerung ist möglicherweise schon ein kleiner Baustein zu einer späteren Erkrankung. Auch hier wirkt sich eine gesunde Lebensführung, eine positive Lebenseinstellung und das eigene Engagement auf die Krankheitsentwicklung aus.
Nach der Pause stellte Sarah Nitsche, Ascensia Diabetes Care Deutschland GmbH, den implantierbaren Sensor Eversense vor. Dabei sind in nächster Zeit noch bedeutende Verbesserungen zu erwarten, die man später im individuellen Gespräch in Erfahrung bringen konnte.
Den Abschluss bildete Ulrike Rauch, AOK Weiden, mit ihrem Vortrag über „Mit kleinen Tricks die Blutzuckerkurve optimieren“. Dabei wurde aufgezeigt, welche positiven Auswirkungen schon kleine Änderungen in der Essensfolge haben können. Salat vor dem Hauptgericht, Gemüse vor dem Abendessen, also „grün“ vor jeder Hauptmahlzeit, den Vorteil der resistenten Stärke ausnutzen und einiges mehr.
Karl-Heinz Stupka

