Vorstellung „Masterplan Prävention Bayern“
Am 1. Oktober 2025 war es so weit: Der Diabetikerbund Bayern e.V. wurde offiziell in das „Bündnis für Prävention“ aufgenommen.
Die feierliche Übergabe der Urkunde fand im festlichen Rahmen eines Staatsempfangs im Max-Joseph-Saal der Residenz München statt – gemeinsam mit 15 weiteren neuen Mitgliedsorganisationen sowie 300 geladenen Gästen. In Vertretung des Vorstandsvorsitzenden Dieter Meier nahm Marion Köstlmeier, stellv. Vorstandsvorsitzende, die Urkunde aus den Händen von Judith Gerlach, Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention entgegen.
Das Bündnis wurde 2015 von der damaligen Staatsministerin Melanie Huml gegründet. Es vereint heute 167 Organisationen, Einrichtungen und Verbände – darunter auch alle Ressorts der Bayerischen Staatsregierung.
Gemeinsam setzen sich die Mitglieder für ein zentrales Ziel ein: mehr Gesundheitsförderung und wirksame Prävention in allen Lebensbereichen im Freistaat.
Als Diabetikerbund Bayern freuen wir uns, Teil dieses starken Netzwerks zu sein. Mit unserem Beitritt bekennen wir uns zu den Zielen des Masterplan Prävention Bayern und leisten einen aktiven Beitrag, um Gesundheitsbewusstsein zu stärken und chronischen Erkrankungen wie Diabetes, soweit möglich, vorzubeugen.
Gemeinsam für mehr Gesundheit in Bayern
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Masterplan Prävention Bayern
Wichtiger Teil des Abends war die Vorstellung des nagelneuen „Masterplan Prävention Bayern“ durch Judith Gerlach, unsere Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention.
Der Masterplan ist eine strategische Weiterentwicklung des bisherigen Präventionsplans des Freistaats. Ziel ist es, Gesundheitsförderung und Prävention noch stärker in den Fokus zu rücken, nicht erst zu handeln bzw. behandeln, wenn Krankheiten auftreten – lebensphasenübergreifend und frühzeitig.
Judith Gerlach betonte:
„Unser Gesundheitssystem steht vor großen Herausforderungen durch Bewegungsmangel, Fehlernährung und die alternde Gesellschaft. Mit unseren Konzepten kann sich jede und jeder angesprochen fühlen und perspektivisch das Gesundheitssystem finanziell entlastet werden.
Prävention ist kein „nice to have“
Wir stehen an einem Scheidepunkt. Prävention ist kein „nice to have“, sondern eine Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit. Wir müssen weg von einer Reparaturmedizin hin zu Gesunderhaltung. Dafür ist unser Masterplan Prävention ein Meilenstein. Mit dem Masterplan haben wir uns einen klaren Fahrplan mit ‚10 + 10‘ Zielen gegeben: Zehn strukturelle Ziele, die von Seiten der Staatsregierung umgesetzt werden, und zehn gesundheitliche Ziele, für die wir gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten. Zu den strukturellen Zielen zählt etwa die Einführung eines jährlichen Präventionstags, um das vielfältige Engagement für mehr Gesundheit sichtbar zu machen. Zudem richten wir mit dem Präventionspool eine zentrale digitale Plattform ein, die die Angebotsvielfalt bayernweit bündelt. Denn nur Angebote, die auch bekannt sind, werden in Anspruch genommen. So unterstützen wir die Menschen dabei, den ganz persönlichen ‚Masterplan Prävention‘ für die eigene Gesundheit zu finden.
Bei den gesundheitlichen Zielen nehmen wir neben den häufigsten körperlichen und psychischen Erkrankungen auch die Suchtprävention, die Prävention von Infektionen sowie den Umgang mit klimawandelbedingten Gesundheitsgefahren in den Blick. Dazu haben wir mehr als 250 konkrete Maßnahmen im Masterplan festgelegt – große Initiativen und kleinere Projekte, flankiert durch unseren Präventionsfonds. Jeder Beitrag zählt!
Klar ist: Viele entscheidende Weichen für mehr Prävention und Gesundheitsförderung werden auf Bundesebene gestellt. Darum enthält unser Masterplan Prävention auch konkrete Forderungen an den Bund. Wir müssen gesunde Entscheidungen leicht machen, etwa durch eine Abschaffung der Mehrwertsteuer auf frisches Obst und Gemüse.“
Hier einige Maßnahmen, die im Masterplan angekündigt sind:
- Mehr Aufmerksamkeit für Prävention schaffen: Am 13. Oktober 2025 starteten alle Schulen in Bayern mit dem jährlichen Präventionstag im Oktober. Ab 2026 sollen auch Unternehmen, Behörden, Kliniken, Praxen, Apotheken und weitere Akteure mitmachen.
- Mehr Menschen in Bewegung bringen: Bewegungsförderung mit landesweit kostenlosen, niederschwelligen Sportangeboten im öffentlichen Raum - bereitgestellt über Gesundheitsämter und Gesundheitsregionen plus, sowie Jahresthema ‚BavariaMoves‘.
- Qualität des Schulessens verbessern: Das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus bietet Coaching zur Kita und Schulverpflegung inkl. Speiseplan-Checks für alle Schulen an.
- Erweiterte Vorsorge-/Früherkennungsprogramme, Beispiel: Erprobung einer Wechseljahresuntersuchung „W1“ und Ausweitung von Kinder Screenings auf psychische Auffälligkeiten.
- Gesundheitskompetenz von klein auf: Dazu ist in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und dem Wort & Bild Verlag ein Kinderbuch in Planung, das Vorschulkinder und ihre Eltern über einen gesunden Lebensstil aufklärt.
- Digitale Plattform „Präventionspool“: Zur Bündelung und Sichtbarmachung der Präventionsangebote in Bayern – zugänglich für alle
- Monitoring & Berichtswesen: Einführung eines Systems zur Umsetzungsmessung, damit Fortschritte nachvollziehbar sind.
- Fokus auf Klima und Gesundheit: Maßnahmen zur Bewältigung hitzebedingter Erkrankungen, Allergien, von Insekten übertragenen Infektionen.
All dies können Sie noch viel ausführlicher im „Masterplan Prävention Bayern – jeder Beitrag zählt“ selbst nachlesen. (mk)



