Am 19. Juni hatte die SeKo Bayern ins Ansbacher Bezirksrathaus eingeladen. Das Motto der Veranstaltung lautete: „Wurzeln und Weiterentwicklung - Selbsthilfe im Spannungsfeld zwischen Gruppentreffen und Gremienarbeit“. Mit 100 Vertretern aus Selbsthilfegruppen/Selbsthilfeverbänden und 20 Profis aus den Selbsthilfekontaktstellen war die Veranstaltung komplett ausgebucht! Auch der Diabetikerbund Bayern fehlte nicht: Mit 10 Teilnehmern stellten wir immerhin 10 Prozent der Selbsthilfevertreter!
Die Themen des Tages legten die Selbsthilfeaktiven fest. Gearbeitet wurde nach dem Prinzip „Open Space“: Aus dem Plenum heraus schlagen Teilnehmer Themen vor, die sie bearbeiten möchten. Nach Abschluss der Themensammlung werden alle an die Wand gepinnt. Nun trägt sich jeder Teilnehmer bei dem Thema ein, das er zuerst behandeln möchte. Nach der Gruppenbildung zieht sich jede Gruppe in einen Raum zurück und bearbeitet ihr Thema. Aber: Jeder Teilnehmer kann jederzeit die Gruppe wechseln. Jede Gruppe erstellt eine kleine Dokumentation. Am Ende der Veranstaltung werden alle Ergebnisse im Plenum vorgetragen.
Insgesamt fanden sich 12 Arbeitsgruppen zusammen. Themen, die gerade auch für uns interessant sind, waren: „Wie finde ich neue Gruppenteilnehmer?“, „Wie kann man junge Menschen in die Gruppe bringen?“, „Politische Interessenvertretung“, „Wie finde ich einen Nachfolger?“, „Rechte und Pflichten als Gruppenleitung“, „Was erwarten wir von der SeKo Bayern in der Zukunft?“.
Gerade die letzten beiden Themen trafen auf sehr viel Interesse! Ganz besonders heiße Diskussionen gab es zum Thema „Was erwarten wir von der SeKo Bayern
in der Zukunft?“ Die Selbsthilfeaktiven sprachen konkrete Probleme in der Zusammenarbeit mit den Selbsthilfekontaktstellen an, besonders die Vergabe der Krankenkassen-Förderungen in den vergangenen beiden Jahren. In der Kürze der Zeit war hier Klärung nicht möglich, aber es wird ein gemeinsames Treffen geben, in dem konstruktive Lösungen erarbeitet werden!
In den Gruppen und im abschließenden Fazit im Plenum zeigte sich, dass es Gruppen, die Verbänden angehören oder eigene Vereine sind, viel leichter haben, öffentlich wahr- und ernstgenommen zu werden! Das gab vielen, die Bedenken vor „Vereinsmeierei“ haben, doch sehr zu denken! Gemeinsam geht halt vieles leichter!
Einig war man sich auch, dass Selbsthilfe und Selbsthilfeaktive noch mehr Unterstützung und Anerkennung brauchen und verdient haben!
Am abschließenden Plenum, in dem alle Gruppen ihre Ergebnisse vorstellten, nahmen viele Vertreter (s. Foto) aus allen Ebenen der Politik (Landtag, Bundestag, Region) und allen Parteien interessiert teil. Sie versprachen, sich aktiv für die Belange der Selbsthilfe einzusetzen. Wir werden sie daran messen! (mk)


