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Schlaganfall – das sollten Sie wissen

„Erste Hilfe beim Schlaganfall“ so lautete das Vortragsthema von Frau Dr. Karl, diabetologische Schwerpunktpraxis Nürnberg, beim April-Treffen der <link>SHG Röthenbach.

In Deutschland passiert alle zwei Minuten ein Schlaganfall, im Englischen „stroke“ genannt und „von der Hand Gottes“ bedeutet. Frau Dr. Karl schilderte eindringlich, dass beim Auftreten erster Anzeichen - Lähmung/Gefühlstörung, Seh- oder Sprachstörungen - sofortige Hilfe durch einen Notarzt und die Einweisung in ein Krankenhaus erforderlich ist. Auch nach kurzer Zeit rückläufige Schlaganfallsymptome (sog. TIA) erfordern eine notfallmäßige Klinikaufnahme, da sie Vorboten eines größeren Schlaganfalls sein können. Die Behandlung erfolgt am besten auf einer neurologischen Schlaganfallstation, auch „stroke unit“ genannt. Hier stehen rund um die Uhr spezialisierte Ärzte- und Pflegeteams und Diagnose- bzw. Therapieverfahren wie die Computer- und Kernspintomographie, Angiographie, Ultraschalldiagnostik und Lysetherapie zur schnellen Diagnostik und Therapie zur Verfügung.

Bei Schlaganfallsymptomen: Sofort die 112 anrufen! Es zählt jede Minute!

Häufigste Ursache des Schlaganfalls ist in ca. 85 % der Fälle die akute Minderdurchblutung durch Gerinnsel in den Blutgefäßen mit der Folge eines Hirninfarktes. Der akute Hirninfarkt kann mit einer gerinnselauflösenden Therapie (Thrombolyse) oft effektiv behandelt werden. Wichtig: Die Therapie muss innerhalb eines Zeitfensters von maximal 4 ½ Stunden nach Auftreten der Symptome begonnen werden. Dabei gilt: Je früher die Therapie beginnt, desto mehr Hirngewebe kann gerettet werden, desto besser ist auch das Ergebnis. Einmal abgestorbenes Hirngewebe ist unwiederbringlich verloren und kann nicht mehr ersetzt werden.

Fazit des Vortrags: Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko. Daher ist besonders für sie die Primärprophylaxe wichtig. Frau Dr. Karl empfiehlt den Betroffenen: Regelmäßiges Risikoscreening mit EKG, Belastungs-EKG und Doppler-Sonografie der hirnversorgenden Gefäße.

Roswitha Baier, SHG-Leiterin, und die Gruppe dankten Frau Dr. Karl mit einem kleinen Präsent für diesen sehr informativen Vortrag zu einem ernsten Thema, über das jeder Bescheid wissen sollte.

„Mach mit - bleib fit“

„SHG Röthenbach aktiv“ hieß es wieder beim März-Treffen. Im TSV Röthenbach wurde erneut gekegelt. Wie jedes Mal gab es Höhen und Tiefen, doch unter dem Motto „Mach mit - bleib fit“ hatten alle Beteiligten erneut viel Spaß und im Anschluss ein gutes Gewissen, etwas zur Senkung ihres Blutzuckerspiegels getan zu haben. (Brigitte Laue)