Berichte

Neues und Bewährtes: Man lernt nie aus Ehrungen, Prävention und mehr vom Diabetikertag Weiden

Schon zum 17. Mal fand heuer der Weidener Diabetikertag statt. Am 19. Juli zeigte sich: Auch nach 16 Veranstaltungen können „alte“ Themen, angereichert mit neuen Daten und Entwicklungen, einen Diabetikertag zur vollsten Zufriedenheit aller Teilnehmer und Organisatoren werden lassen.


Die großen Diabetesthemen Nieren, Augen und Ernährung wurden von den drei Referenten sehr kompetent, aber auch ungemein verständlich, behandelt. Mit dem Thema “Wenn Diabetes an die Nieren geht“ befasste sich Dr. Franz Beckmann, Leitender Arzt am KfH-Nierenzentrum Weiden. Mehrere Faktoren sind beteiligt - z.B. Blutdruck, erbliche Veranlagung, Rauchen, Blutfettwerte und natürlich die Blutzuckereinstellung. Bei positiver Beeinflussung der Risikofaktoren kann eine Dialysepflicht meist verhindert werden.


Anschließend referierte der niedergelassene Augenarzt Dr. Alexander Erben zum Thema “Warum soll ich bei Diabetes auf die Augen achten?“ Neben Grundsätzlichem beschrieb er die Optische Kohärenztomographie, eine neue Untersuchungsmethode, und die vielen schon bekannte Fluoreszenzangiographie, bei der ein Farbstoff injiziert wird. Beide Methoden helfen, Veränderungen am Augenhintergrund früher zu erkennen bzw. das Fortschreiten feiner kontrollieren zu können. Dies stellte er anschaulich mittels zahlreicher, verständlich erklärter Beispiele aus der Praxis dar.


Nach einer Pause, in der man sich an den zahlreichen Info-Ständen zu technischen Innovationen informieren oder andere Service-Leistungen wie z.B. Blutzuckermessung in Anspruch nehmen konnte, stand als letztes Referat das Thema „Warum essen wir anders, als wir uns ernähren sollten?“ auf dem Programm. Dr. Thomas Egginger, Ärztlicher Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG, Diabetologe und Ernährungsmediziner, erklärte dies auf eine humorvolle, lockere und sehr verständliche Art. Dieser Vortrag war nicht nur aber auch für Diabetiker hervorragend aufbereitet und mit Vorschlägen zur Gewichtreduktion gespickt.


DVD fließt in Gruppenprogramm ein


Alle drei Vorträge wurden auf Video aufgenommen. Diese Aufnahmen mit ihrem hochinteressanten Inhalt fließen in die monatlichen Treffen der <link>Diabetiker-Selbsthilfegruppe (DSHG) Weiden und Umgebung, voraussichtlich ab Oktober dieses Jahres, ein. Jeder Vortrag wird an einem Gruppenabend nochmals gezeigt und individuell besprochen. Informationen dazu erhalten Sie beim Gruppenleiter Karl-Heinz Stupka unter der Handy-Nr. 0175/9 11 09 88.


Prävention: Schrittzähler und mehr


Erstmalig bereicherte das Gesundheitsamt Weiden unter der Leitung von Dr. Thomas Holtmeier den Weidener Diabetikertag. Hintergrund dazu war das Jahresschwerpunktthema 2014 „Diabetes und Diabetesprävention“ der Bayerischen Gesundheitsinitiative „Gesund.Leben.Bayern“ unter dem Motto „Diabetes bewegt uns“: Neben allerlei theoretischen Informationen rund um die Diabetesprävention wurden Schrittzähler verschenkt – Bewegung ist ein entscheidender Faktor. Mit einem Schrittzähler wird der momentan individuelle Status objektiv sichtbar. Man kann sich direkt freuen, wenn er die Wunschzahl anzeigt, und zusätzlich aktiv werden, wenn es zu wenig sein sollte. Aber damit nicht genug: Neben Bewegung ist auch gesunde Ernährung wichtig. Als Höhepunkt wurden, passend dazu, zwei volle Gemüse-Körbe verlost.


Mitgliedsjubilare geehrt


Ein weiterer Höhepunkt: Im Rahmen des 17. Diabetikertages ehrte Karl-Heinz Stupka drei Mitglieder des Diabetikerbundes Bayern e.V. für ihre 25-jährige Treue zum Verband: Die Jubilare waren Verena Tafelmeier, Franz Dolezal und Georg Sertl. Verena Tafelmeier, damals im Teenager-Alter, besuchte ab 1989 gemeinsam mit ihrer Mutter die damaligen Veranstaltungen für Familien mit Kindern und Jugendlichen mit Diabetes. Im Kreis von Gleichbetroffenen fühlten sie sich so gut aufgehoben, dass der Beitritt zum Diabetikerbund damals nur ein folgerichtiger Schritt war. Diese Mitgliedschaft hat bis jetzt schon die verschiedensten Lebenssituationen, u.a. Hochzeit und eigene Familiengründung, überdauert.

Karl-Heinz Stupka, der vor 25 Jahren schon diesen Mitgliedsantrag entgegen genommen hatte, bedankte sich bei Frau Tafelmeier für die langjährige Treue mit der Ehrenurkunde des Diabetikerbundes Bayern und einem kleinen Präsent.


Er ehrte ebenso die beiden weitere Jubilare Franz Dolezal und Georg Sertl. Beide waren bzw. sind immer noch Stützen der DSHG Weiden. Während Franz Dolezal als Beisitzer in der DSHG Weiden tätig ist, musste sich Georg Sertl, beruflich bedingt, etwas zurücknehmen. Für beide ist es aber selbstverständlich, bei ihrer Interessenvertretung Mitglied zu sein. Auch bei ihnen bedankte sich Herr Stupka mit einer Ehrenurkunde und einer Ehrennadel. Auch diese beiden Mitglieder waren vor 25 Jahren vom jetzt noch tätigen DSHG-Leiter aufgenommen worden – so war es ganz natürlich, dass die eine oder andere Erinnerung aus den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten hervorgezaubert wurde. (Karl-Heinz Stupka)