Dieses gesellschaftlich wichtige Engagement, ohne das es vieles nicht geben würde, auch den Diabetikerbund Bayern und unsere Selbsthilfegruppen nicht, birgt trotzdem für die ehrenamtlich Aktiven, die eigentlich nur Gutes tun wollen, viele Risiken! Sie, liebe Gruppenleiter im Diabetikerbund Bayern, die nach den unseren Richtlinien (Haben Sie schon an die Rücksendung der Empfangsbestätigung , die dem letzten Info-Brief beilag, gedacht?) arbeiten, sind gut geschützt. Gruppen, die mit dem Gedanken spielen, nicht mehr über uns zu arbeiten, sollten aber einiges bedenken, was ihnen leider nicht bewusst ist und auch von den Stellen, die eine Arbeit ohne den Verband befürworten oder vorschlagen, nicht vermittelt wird! Der Diabetikerbund Bayern hat hierzu umfassend auf der Selbsthilfegruppenleiter-Fortbildung in Bad Windsheim informiert, weist hier aber gerne noch einmal auf das Wichtigste hin:
Wichtige Themen im ehrenamtlichen Engagement sind Haftung und Versicherungen. Die ehrenamtlich Aktiven und die Veranstaltungen im Diabetikerbund Bayern sind durch Vereins- und Betriebshaftpflichtversicherung, gesetzliche Unfallversicherung und Dienstreisekasko-Versicherung in der Ausübung der ehrenamtlichen Selbsthilfetätigkeit geschützt. Größere Veranstaltungen und Schulungstage werden zusätzlich mit einer Veranstalterhaftpflichtversicherung abgesichert.
Die bayerische Ehrenamtsversicherung, die oft propagiert wird, bietet deutlich weniger: es besteht nur Haftpflicht– und Unfallversicherungsschutz. Diese Versicherungen sind aber nachgeordnet, d.h. sie greifen nur, wenn andere Versicherer – Ihre privaten Versicherungen bzw. die gesetzliche Unfallversicherung - nicht einspringen!
Wichtig ist auch das Thema Vermögensschaden: Zu beachten, gerade auch für Gruppenbesucher, wenn sie in Gruppen gehen, die außerhalb des Diabetikerbund Bayern arbeiten: Falls die Gruppe keinen gewählten Vorstand hat, trägt die gesamte Gruppe – Sie sind mit „im Boot“, wenn Sie nur ein einziges Mal auf der Teilnehmerliste stehen – das Risiko, wenn z.B. die Gruppe über ihr Verhältnis gelebt und mehr Geld ausgegeben hat, als Einnahmen z.B. aus Selbsthilfeförderung eingegangen sind! Alle hängen hier mit drin! Das sollten Sie auch bedenken, wenn ihre Gruppe über ein Arbeiten außerhalb des Diabetikerbund Bayern nachdenkt. Fein raus sind Sie bei Gruppen außerhalb des Diabetikerbund Bayern, wenn die Gruppe einen regulären Vorstand gewählt hat – dann liegt das Risiko bei ihm!
Da wir im Diabetikerbund Bayern diesen regulären Vorstand haben und unsere Gruppen unselbstständige Untergliederungen sind, sind unsere Gruppenleiter von diesem Risiko befreit! Nicht aber die Gruppen, die nicht nach unseren Richtlinien arbeiten wollen – der Vorstand lehnt eine Haftung in diesem Fall ab! (mk)

