In den 80iger Jahren kam sie ganz langsam auf: Die Blutzuckerselbstmessung - und mit ihr die Intensivierte Insulintherapie, kurz ICT, gemeinsam eine regelrechte Revolution. Das starre Regime von festen Insulindosen und Essenzeiten bröckelte - aber natürlich nicht über Nacht, sondern es dauerte Jahre, bis der Fortschritt überall angekommen war, sowohl bei Ärzten wie auch Patienten. Stehen wir jetzt gerade wieder vor einem solchen Meilenstein?
Eine Vielzahl von Blutzuckermessgeräten waren und sind auf dem Markt - sie benötigen immer weniger Blut und messen schneller - aber eines blieb: Man muss sich bis heute selbst verletzen, mit einer Nadel die Hautbarriere überwinden, für eine Winzigkeit von Blut. Warum geht das nur nicht ohne? Das wünschen sich Diabetiker und besonders Eltern seit vielen Jahren. Oft wurden Hoffnungen geweckt und nicht wenige von uns haben in die ein oder andere Sache investiert.
Dann kamen die ersten CGM-Systeme. Sie brachten durch die kontinuierliche Messung viel mehr Infos, müssen bis heute aber regelmäßig mit Blutzuckermesswerten kalibriert werden - weniger messen, aber noch nicht nicht. Und jetzt? Seit Ende 2014 ist das erste FGM-System auf dem Markt. Die Zahl der Anwender steigt ständig. Dieser Sensor misst zwei komplette Wochen zuverlässig, ohne Kalibrierung, einfach so. Werden keine oder nur noch seltene Fingerpiekse bald Standard?
<link http: www.diabetikerbund-bayern.de berichte article fgm-cgm-bz-messung-was-kann-was>FGM. CGM, BZ-Messung - was kann was?

