Berichte

Eisenach: Schulungsfahrt für SHG-Leiter

24 SHG-Leiter bzw. deren Stellvertreter und einige Landesvorstandsmitglieder machten sich am 1. Juni – Christi Himmelfahrt - auf den Weg nach Eisenach zum gemeinsamen Schulungswochenende.

Nach kurzem Zwischenstopp zum Brunch in Haßfurt ging es direkt weiter nach Thüringen. Das tolle Sommerwetter lud gleich nach der Ankunft zum gemütlichen Bummeln und Beine-Vertreten durch die historische Altstadt ein – eine Wohltat nach der Busfahrt.

Am Freitagvormittag trafen sich alle Teilnehmer zur offiziellen Vorstellungsrunde. Anschließend wurden viele Erfahrungen zur Selbsthilfegruppenarbeit vor Ort ausgetauscht. Im Gespräch mit dem Landesvorstand konnten wichtige Themen der ehrenamtlichen Tätigkeit besprochen und geklärt werden. Bernd Franz wies als Landesvorsitzender noch einmal deutlich auf die Vorteile der Mitgliedschaft hin, die in den Gruppen immer wieder angesprochen werden sollten. Die neuen Leistungen im Bereich Versicherungen und soziale Fragen/Recht und die hierzu frisch gedruckten Flyer wurden vorgestellt und verteilt. Die Zeit verging bei angeregter Diskussion wie im Flug, so dass noch viele Themen im weiteren Verlauf der Schulungstage angesprochen wurden.

Am Samstag standen die Besichtigung der Wartburg und eine Stadtführung in Eisenach auf dem Programm. Das geplante Treffen mit der Selbsthilfegruppe Eisenach, um Gemeinsamkeiten/Unterschiede der ehrenamtlichen Arbeit anderer Bundesländer bzw. Mentalitäten auszutauschen, kam leider nicht zustande. Aber beim gemütlichen Luther-Schmaus am Abend wurde Edith Claußen, Landesvorsitzende des Landesverbands Thüringen, zusammen mit ihrem Ehemann herzlich in unserer Runde begrüßt. So erfuhren wir doch noch einiges über die Selbsthilfearbeit für Diabetiker in Thüringen - und das gleich von höchster Stelle!

 

Schulung „Diabetes und Recht“

 

Am Sonntag folgte das wichtigste Schulungsthema der Veranstaltung: Frau Dr. Oberhauser, Fachanwältin für Medizinrecht und Mediatorin, ehrenamtlich aktiv im bundesweiten Rechtsberatungsnetz des Deutschen Diabetiker Bundes, fesselte die Zuhörer mit anschaulichen Beispielen zu sozialen Fragen im Bereich Diabetes. So schilderte sie unter anderem genau und gut verständlich, was bei der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises zu beachten ist, und wie bei einer Ablehnung des Antrags richtig vorgegangen werden muss, um nicht an bürokratischen Hürden zu scheitern!

Hier und in vielen anderen rechtlichen Fragen ist eine anwaltliche Erstberatung sehr hilfreich – KOSTENLOS für Mitglieder im Diabetikerbund Bayern – das entspricht laut der Gebührenordnung für Rechtsanwälte immerhin einem Gegenwert von 190 Euro!

Während des Referats wurde vielen bewusst, wie wichtig es ist, seine Rechte z.B. im Bereich medizinischer Versorgung zu kennen, um diese aufgrund der gesetzlichen Möglichkeiten auch durchzusetzen.

Auf der Rückfahrt wurde bereits über Ziele und Inhalte einer Schulungsfahrt für 2012 diskutiert, bei welcher viele der Teilnehmer wieder mit dabei sein möchten. Alle freuen sich schon jetzt auf ein Wiedersehen und auf den Austausch mit anderen SHG-Leitern aus ganz Bayern!

 

Elke Popp, Landesgeschäftsstelle und stellv. SHG-Leitung Schwabach