Der Leserbrief nimmt Bezug auf die zwei Artikel „Diabetiker müssen um Führerschein zittern“ und „Bewusstlos im Gegenverkehr“ in der Frankenpost vom 8. Mai 2013.
Angst und Bang könnte einem Diabetiker werden, wenn er diese Schlagzeilen liest. Was haben sich da unsere Polit-Euro-Bürokraten wieder mal ausgedacht? Nur, weil sich ein Profisportler im Straßenverkehr fahrlässig verhalten hat, offensichtlich mit seinem Diabetes verantwortungslos umgeht und damit sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet! Die Mehrheit aller Verkehrsteilnehmer, Diabetiker und Nichtdiabetiker, verhalten sich im Straßenverkehr korrekt und verantwortungsvoll.
Es ist zu befürchten, dass mit dieser EU-Führerscheinrichtlinie eine ganze Bevölkerungsgruppe diskriminiert wird. Die Mehrzahl aller Diabetiker kommen erst gar nicht in den Zustand einer Unterzuckerung. Nur wenige Medikamente können überhaupt eine Hypoglykämie auslösen.
Die betroffenen Diabetiker werden in diabetologischen Arztpraxen von Fachleuten im Umgang mit ihrer Erkrankung geschult. Darüber hinaus werden in Diabetes-Selbsthilfegruppen und Verbänden wie dem Diabetikerbund Bayern e.V. die Betroffenen informiert und lernen so, verantwortungsvoll ihr Leben mit Diabetes zu bewältigen. Hier engagieren sich viele Menschen mit Diabetes ehrenamtlich.
Im Durchschnitt erst ca. sieben Jahre nach Erkrankungsbeginn wird der Diabetes erkannt und diagnostiziert. Deshalb ist Aufklärung und Information wichtig, um vor allem den rasanten Anstieg der Neuerkrankungen zu stoppen. Kein einziger Diabetes wird mit dieser EU-Richtlinie verhindert. Im Gegenteil, dadurch werden viele möglicherweise abgehalten, überhaupt zum Arzt zu gehen. Oft viel zu spät kann dann gegengesteuert werden. Prävention braucht keine Paragrafen und keine Diskriminierung.
Lieber Herr Fiedler, liebe Leser, meine Antwort finden im Artikel „<link http: www.diabetikerbund-bayern.de berichte article schluessel-zur-macht>Schlüssel zur Macht“!

