Berichte

Die Jugend stürmte mutig voran! Familienausflug in den Kletterwald

<link>Familiengruppen stehen oft vor der Herausforderung, Events zu finden, die alle Altersgruppen, ganz besonders die skeptischen Teenager, ansprechen. Der Vorschlag „Kletterwald Vaterstetten“ kam aus dem <link>Elternkreis München heraus und weil erst 2014 eröffnet, kannten ihn bisher nur wenige.


Ab drei Jahren kann hier schon in einem Kinderparcours geklettert werden. In den großen Parcours geht es erst ab sechs und natürlich gibt es weitere Schwierigkeitsgrade mit höherem Mindestalter.


So terminierten wir den 29. Oktober, den Herbstferien-Mittwoch, für den Ausflug, kurz vor der Winterschließung. Nun galt es, Daumen drücken fürs Wetter, denn Regen bedeutet „Kletterwald geschlossen“. Aber wir hatten mehr als Glück – die Sonne lachte und auch über die Temperatur konnte man nicht meckern!


27 Personen stark war unsere Gruppe, darunter 24 Kletterer inkl. 15 Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 17 Jahren. Um dem Mittagsansturm zu entgehen, trafen wir uns schon um 10:45 Uhr. Nach Abwicklung der Formalitäten erhielt jeder eine passende Kletterausrüstung ausgehändigt. Nächste Schritte waren Einweisung und die erste Herausforderung – das Anlegen des „Geschirrs“. Gemeinsam und mit Hilfe der Trainerin war diese Hürde bald genommen.


Jetzt strömten alle zu den Einstiegsstellen der einzelnen Parcours. Das Einhalten der Regeln wurde besonders von den Kindern mit Argusaugen beobachtet und wehe, es machte sich jemand auf den Weg, obwohl auf der nächsten Plattform noch die Höchstzahl der erlaubten Personen stand! Beeindruckend war auch, wie unbekümmert die Kinder losstürmten, egal, wie sehr es wackelte und welche Abgründe es zu überwinden galt! Viele der Erwachsenen, inkl. mir, mussten sich da sehr viel mehr überwinden. Und: So manches sonst sehr vorsichtige Wesen wuchs über sich hinaus, während in sicheren Terrain dominante Typen plötzlich kleinlaut und sehr zaghaft wurden.


Drei Mütter kletterten nicht – ein Glück für alle anderen, denn sie bildeten unsere sichere Basisstation, an der man sich jederzeit einfinden konnte und niemals alleine war. Und sie bewachten unsere mit Verpflegung und Kohlenhydraten aller Art prall gefüllten Rucksäcke, die nicht in den Parcours mitgenommen werden konnten! Ihnen sei Dank gab es hinterher auch eine Foto-CD!


Trotz Insulin-Dosis-Reduzierung im Vorfeld war so manche Pause mit Zusatz-Kohlenhydraten fällig - die ideale Gelegenheit, sich die ersten Lebkuchen im frühlingshaften Sonnenschein schmecken zu lassen. Drei Stunden Kletterzeit vergingen wie im Flug, das Abgeben der Kletterausrüstung fiel oft schwer.

Gemeinsam wurden die restlichen Brotzeiten verspeist, und so langsam merkte man, wie anstrengend die Kletterei doch war – das Rumlümmeln auf der Couch für den restlichen Tag war jetzt wirklich ok. Viel sinnvoller kann man einen Ferientag nicht verbringen – freiwillige sportliche Betätigung an der frischen Luft inkl. des Auftankens in Sachen Selbstbewusstsein durchs Meistern neuer Herausforderungen!


An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön von allen Kletterern ans ZBFS (Zentrum Bayern, Arbeit und Soziales, Familie und Integration), über dessen Pauschalförderung dieser Ausflug finanziert wurde.