Berichte

Diabetes und Augen

Zum Thema „Stadieneinteilung und Lasertherapie bei der diabetischen Retinopathie“

referierte der Augenarzt Dr. Steinmetz im Februar 2009. Diabetische Retinopathie ist die häufigste Erblindungsursache in den westlichen Industrienationen, führte der Facharzt aus. Im Verlauf der Jahre referierte Dr. Steinmetz bei der SHG Mühldorf schon zum dritten Mal über diabetische Augenerkrankungen und auch dieses Mal musste er viele Fragen beantworten.

Ausführlich verdeutlichte der Arzt das Erscheinungsbild der Erkrankung und die gezielte, erfolgreiche Behandlung mit Lasertherapie. Die Besucher bekamen anhand von zahlreichen Bildern einen Einblick in den Verlauf bei nicht rechtzeitig erkannter und demzufolge unbehandelter diabetischer Retinopathie.

Die Stadieneinteilung nach Prof. Kroll in harmlos, mäßig oder schwer und die Therapiemöglichkeiten mit Auswirkungen bekamen die Anwesenden überaus verständlich vermittelt. Je weiter die diabetische Augenerkrankung fortgeschritten ist, um so langwieriger sei die Therapie, die dann erforderliche Flächenbehandlung könne bei ambulanter Behandlung nur sektionsweise in 6 – 7 Lasersitzungen durchgeführt werden.

Dr. Steinmetz wies zudem auf die Wichtigkeit der Kommunikation mit Patient und dessen Hausarzt in der Prävention und während der Behandlung der diabetischen Retinopathie sei. Eine gute Einstellung des Blutzuckers und Blutdrucks beugt der aufgezeigten Gefäßstörung im Auge vor. Regelmäßige augenärztliche Untersuchungen tragen zur Früherkennung bei. Frühstadien diabetischer Retinopathie können sich bei verbesserter Einstellung wieder zurückbilden. Die Sehfähigkeit bleibt erhalten.

Lidwina Wienold, SHG Mühldorf