Auch der Diabetestag am 11. Oktober im Klinikum Bayreuth stand unter dem Motto der Jahresschwerpunktaktion der Bayerischen Staatsregierung, die damit auf die ständig steigenden Neuerkankungszahlen sowohl bei Typ 1- wie Typ 2-Diabetikern hinweisen und Präventionsmöglichkeiten für Typ 2-Diabetes ins Bewusstsein rücken wollte.
Bernd Franz, Vorstandsvorsitzender des Diabetikerbund Bayern e.V., betonte in seinem Grußwort: „Bewegung ist sehr wichtig, doch unser Diabetes bewegt uns in jeder Minute unseres Alltags. Das darf man nicht außeracht lassen und gerade mit den neuen Therapiemöglichkeiten wäre uns sehr geholfen.“ Leider müssen aber Diabetiker zunehmend fürchten, nicht am Fortschritt in der Behandlung – sowohl im technischen wie auch medikamentösen Bereich – teilhaben zu dürfen, bzw. sie müssen für die Kostenübernahme streiten, teils sogar vor Gericht. „Wenn die Politik hier etwas zum Positiven verändern würde, dann würde uns das sehr bewegen“, so Bernd Franz.
Neben Diabetes-Risiko-Check, Blutzucker-, Blutdruck- und weiteren Messungen boten die Referenten Prof. Dr. Mühldorfer (Neuigkeiten in der Diabetologie), Dr. Kemppeter (Diabetes und Auge) und Dr. Eberlein (Insulinpumpe – beste Therapie?) informative und hochaktuelle Vorträge. In den Pausen konnten sich die mind. 150 Besucher an zahlreichen Info-Ständen aus Industrie und Organisationen rund um Diabetes kundig machen. Ein rundherum gelungener Tag im Klinikum Bayreuth, der Besuchern aufzeigte, dass Diabetes zwar eine ernstzunehmende Erkrankung ist, mit der man aber bei entsprechender Schulung und Motivation sehr gut leben kann.
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