Prof. Anette-Gabriele Ziegler und ihr Studienteam erproben in dieser internationalen Studie eine Insulin-Impfung als Schutz vor Typ-1-Diabetes.
Seit drei Jahren wird bei 16 Kindern aus ganz Deutschland ein Insulin als Impfstoff gegen Diabetes getestet. Voruntersuchungen in den USA belegen bereits, dass Insulin, als Pulver über den Darm aufgenommen, die Entwicklung dieser Autoimmunerkrankung verzögern, möglicherweise sogar verhindern kann. Das Insulin wirkt hier als Impfstoff, der – anders als beim Spritzen von Insulin – nicht den Blutzuckerspiegel beeinflusst, sondern nur das Immunsystem trainiert. Weltweit soll nun die optimale Dosis und Darreichungsform mit Hilfe von zwei Studien ermittelt werden: Während in der INIT II Studie der Impfstoff über die Nase als Spray inhaliert wird, nehmen die Studienteilnehmer der Pre-POINT-Studie ihn mit der Nahrung auf.
Mit dem Fortschreiten der Pre-POINT-Studie wird die Dosierung des Insulinpulvers gesteigert. Die Forscher analysieren an Hand von Blutproben, ob eine Wirkung eintritt beziehungsweise bei welcher Dosis sich die optimale Wirkung zeigt. Die Pre-POINT-Studie läuft seit dem Jahr 2009. Bislang ist keiner der Studienteilnehmer erkrankt. Nebenwirkungen traten keine auf. Teilnehmen können Kinder zwischen 18 Monaten und sieben Jahren, die ein Geschwisterkind oder zwei enge Verwandte (Vater, Mutter oder Geschwister) mit Typ-1-Diabetes haben.
Interessenten wenden sich bitte an:
Forschergruppe Diabetes der TU München
Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler
Kölner Platz 1, 80804 München
Tel.: 0800/8 28 48 68 (kostenlose Hotline)
<link>prevent.diabetes@lrz.uni-muenchen.de
<link http: www.diabetes-point.org> www.diabetes-point.org

