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Leo Malcherczyk-Medaille in Gold: Klaus Hohlweg

Bernd Franz, Vorstandsvorsitzender, überreicht Klaus Hohlweg die Leo-Malcherczyk-Medaille in Gold © Doris Ziegler

Leo-Malcherczyk-Medaille in Gold © Wolfgang Popp

Seit mehr als 30 Jahren ist Klaus Hohlweg auf verschiedenen Ebenen im Diabetikerbund Bayern ehrenamtlich aktiv. Für dieses großartige Engagement ehrte ihn Bernd Franz, Vorstandsvorsitzender, mit der Leo-Malcherczyk-Medaille in Gold. Die Übergabe fand im würdigen Rahmen der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Gruppenleiter-Jubiläum der SHG am 18. Juni 2021 in Bayreuth statt.  Mit Klaus Hohlweg freuten sich langjährige Wegbegleiter, Ehrengäste und Gruppenmitglieder.

1982 erhielt Klaus Hohlweg die Diagnose Diabetes mellitus Typ 1. Während eines Klinik-Aufenthalts in Bad Mergentheim erfuhr er vom Diabetikerbund und wurde Mitglied. Das war im April 1984. Wieder zuhause, schloss er sich der Diabetiker-SHG Bayreuth an. Ende 1984 gründete er auf Bitte von Anton Göldel, damaliger Leiter der SHG Bayreuth, die Diabetiker-SHG Kulmbach und leitete sie bis zu seiner dienstlichen Versetzung nach Hessen im Jahr 1986.

Nach seiner Rückkehr in die Heimat übernahm er 1990 die Gruppenleitung der SHG Bayreuth. Schulungen waren damals ganz und gar nicht selbstverständlich. Er gab in der Gruppe sein Wissen aus der Klinik und aus weiteren Quellen weiter. Sein Ziel: Betroffene sollten Wege finden, den Diabetes in ihr Leben zu integrieren und sich gegenseitig zu unterstützen.

Ende der 90iger Jahre engagierte er sich in einer Arbeitsgruppe zur Aktualisierung von Satzung und Geschäftsordnung des Diabetikerbund Bayern. Im Jahr 2000 wählten ihn die Mitglieder der Region Oberfranken Ost zum stellvertretenden Regionalvorsitzenden des neu gegründeten Regionalverbands Ost. In diesem Amt wurde er mehrfach bestätigt. Nachdem der Vorsitzende Helmut Knöchel 2008 viel zu früh verstarb, war es für ihn, gerade zum Pensionär geworden, eine Selbstverständlichkeit, die Leitung des Regionalverbands zu übernehmen. In dieser Funktion war er erster Ansprechpartner für alle an Diabetes erkrankten Menschen in der Region und Bindeglied zwischen dem Landesvorstand und den Selbsthilfegruppen. Zweimal im Jahr veranstaltete er SHG-Leitertreffen aller Gruppen im Regionalverband Oberfranken Ost. Er war Mitorganisator zahlreicher Diabetikertage, die gemeinsam mit Kliniken und Fachärzten ausgerichtet wurden.

Seit 2000 regional für den RV Oberfranken Ost und von 2009 bis 2020 bayernweit war Klaus Hohlweg als Sozialreferent „Schwerbehinderung“ für alle Mitglieder im Diabetikerbund Bayern kompetenter Ansprechpartner. In vielen Selbsthilfegruppen referierte er zu diesem Thema.

2012 stellte er sich als Beisitzer im Landesvorstand zur Wahl. Mit Ablauf der Wahlperiode Ende 2016 zog er sich offiziell aus dieser Ebene zurück, war jedoch jederzeit bereit zu helfen, wo er gebraucht wurde. Das galt z.B. für Diabetestage, für unterschiedlichste Referententätigkeiten u.a. in der Ausbildung von MiMi-Mediatoren in Bayreuth, Regensburg und Bamberg, und ganz besonders für mehr als 20 Diabetes-Road-Standorte in den Jahren 2017-2020.

Hohe Auszeichnungen 2015 und 2016

Dieses langjährige Engagement würdigte schon im Jahr 2015 der Paritätische Wohlfahrtsverband Bayern mit der Verleihung der Goldenen Ehrennadel des Luise-Kiesselbach-Preises in München. Im Jahr 2016 verlieh ihm Melanie Huml, damalige Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, die Auszeichnung „Weißer Engel“. „Über diese Würdigungen habe ich mich sehr gefreut, da meine Arbeit dadurch sehr geschätzt wurde.“

Lieber Klaus Hohlweg – vielen Dank für dieses großartige Engagement! Alle Auszeichnungen sind hochverdient! Herzlichen Glückwunsch! (Klaus Hohlweg, Marion Köstlmeier)