Berichte

Klaus Hohlweg, SHG Bayreuth, feiert 30-jähriges Gruppenleiter-Jubiläum

Leitungsteam der Diabetiker-SHG Bayreuth: v.li. Klaus Hohlweg, Doris Ziegler, Wolfgang Menge © Doris Ziegler

Klaus Hohlweg (Mitte) dankt Bernd Franz und seiner Frau Elisabeth © Doris Ziegler

Seit 1990 leitet Klaus Hohlweg die Diabetiker-Selbsthilfegruppe Bayreuth. Coronabedingt wurde dieses großartige Jubiläum mit einem Jahr Verzögerung am 18. Juni in Bayreuth gefeiert.

Zu Beginn begrüßte Klaus Hohlweg die Gäste. Darunter waren die Ehrengäste Bernd Franz, Vorstandsvorsitzender, mit seiner Frau Elisabeth, Herr Dr. Zeißler, Frau Gudrun Dörfler sowie das Team der SHG, Doris Ziegler mit Bernd sowie Wolfgang Menge mit Erzsebet, und natürlich alle Gruppenmitglieder.
Terminbedingt verhindert, hatten weitere Ehrengäste schon im Vorfeld gratuliert: Herr Dr. Eberlein, Herr Dr. Hefner, Herr Dr. Mühldorfer, Sandy Petermann und Thomas Baumann.

Anschließend blickte er auf die Geschichte der Diabetiker-SHG Bayreuth und seinen Weg im Diabetikerbund Bayern zurück. „30 Jahre Leiter der Selbsthilfegruppe Bayreuth bedeutet auch mindestens 30 (bei mir bald 40) Jahre Diabetes und auch mindestens 30 Jahre Erfahrung beim Diabetikerbund.“ Mein Motto für die Selbsthilfegruppenarbeit in dieser Zeit war: Was in der Klinik erlernt wurde, sollte in der SHG wiederholt und fortgesetzt werden. Ich glaube, das ist mir gelungen.

Rückblick auf SHG-Historie

Die SHG Bayreuth wurde im April 1983 mit der Wahl des damaligen Vorsitzenden Manfred Zintl das erste Mal urkundlich erwähnt. Nachdem die Treffen aus gesundheitlichen Gründen Zintls leider nur unregelmäßig stattfanden, wurde im November 1983 Anton Göldel zum Vorsitzenden und Reiner Gradel zum Stellvertreter gewählt. Nach dem Tod von Anton Göldel übernahm Reiner Gradel, die Leitung. Im Jahr 1987 übergab er diese an Erika Preißner.

Leo Malcherzcyk, damaliger Sozialreferent Schwerbehinderung, leitete im April 1990 die Wahl des Bezirksverbands. Das Ergebnis: Bezirksvorsitzender und Gruppenleiter Klaus Hohlweg, Stellvertreterin Erika Preißner, Beisitzerinnen Ursula Beck und Rosemarie Zeuschel.

Bei der nächsten Wahl trat Erika Preißner zurück, dafür kam Doris Ziegler. Beisitzer wie 1990. 2005 wurde erneut gewählt: Vorstand: Klaus Hohlweg, Vertreterin: Doris Ziegler, Beisitzer Ursula Beck und Peter Dittrich. Ergebnis der letzten Wahl vom 4. Oktober 2010: Teamleiter Klaus Hohlweg, weitere Team-Mitglieder Doris Ziegler und Wolfgang Menge.

Es fanden regelmäßige Gruppentreffen in der AOK mit Schulungen aller Art statt, des Weiteren Grillfeste und Ausflugsfahrten. Zuerst organisiert nur durch und für die SHG Bayreuth, später wurden die Ausflugsfahrten gruppenübergreifend vom Regionalverband (RV) Oberfranken Ost geplant.

Denken Sie zurück: Vor 30 Jahren gab es so gut wie keine PC´s im Privathaushalt! Man kann sich vorstellen, wie aufwendig diverse Schreiben für die Gruppe waren. Damals hatte Erika Preißner diese Schreiben mehrmals mit Schreibmaschine und mit Durchschlag geschrieben. Später hatte ich in der Arbeit einen PC - von da an ging so manches leichter, später kam noch die Vernetzung via E-Mail/Internet dazu.

In der Arbeit beim Diabetikerbund steckte viel Herzblut von mir. Ich engagierte mich in einem Arbeitskreis zur Erarbeitung einer neuen Satzung und Geschäftsordnung, nötig für die Gründung von Regionalverbänden. Im Jahr 2000 wurde der Regionalverband (RV) Oberfranken Ost gegründet. Die erste Wahl fand statt – das Ergebnis: RV-Vorsitzender: Helmut Knöchel; Stellvertreter: Klaus Hohlweg; Kassenwart: Doris Ziegler; Beisitzer: Anja Hoffmann, Thomas Raithel, Siegfried Röger und Ute Hübner.

Ergebnis der Neuwahl des RV Oberfranken Ost im Jahr 2005: RV-Vorsitzender: Helmut Knöchel; Stellvertreter: Klaus Hohlweg; Kassenwart: Doris Ziegler; Beisitzer: Ute Hübner, Michael Lorenz und Siegfried Röger.
Kurz nach meiner Pensionierung verstarb leider Ende Juni 2008 viel zu früh unser RV-Vorsitzender Helmut Knöchel. Ich übernahm selbstverständlich seinen Posten.

Auf Regionalverbandsebene wurde viel organisiert, die Gruppen arbeiteten eng zusammen. Obwohl diese Verbandsebene offiziell seit einigen Jahren nicht mehr existiert, ist sie doch in der Region so verwurzelt, dass vieles von dem engen Miteinander weiterlebt. Auch sind heute noch einige Passagen meines damaligen Arbeitskreis-Engagements in der aktuellen Satzung und Geschäftsordnung zu finden.

Ich bin nach 30 Jahren Tätigkeit als SHG-Leiter müde geworden, mein Alter von 68 Jahren kommt noch hinzu.

Wie geht es weiter?


Die SHG Bayreuth trifft sich weiter, vorerst als Stammtisch ohne offizielle Vorträge. Mehr ist momentan corona-bedingt nicht möglich bzw. planbar. Zu unserem Bedauern können wir lieb gewonnene Treffpunkte – die AOK und das Klinikum – nicht mehr nutzen. Derzeit stehen keine ähnlich geeigneten Alternativen zur Verfügung.
Wir sind auf der Suche nach einem barrierefreien neuen Treffpunkt. Vorschläge sind gerne willkommen.


Klaus Hohlweg bedankte sich herzlich bei all denjenigen, die seine Gruppe und ihn jederzeit unterstützt haben. Dazu gehören:

- Unser Vorsitzender Bernd Franz

- Unsere Diabetologen

  • Herrn Dr. Zeißler
  • Herrn von Aufseß
  • Herrn Dr. Eberlein
  • Herrn Dr. Hefner
  • Herrn PD Dr. Mühldorfer


- Unsere Diabetesberaterinnen

  • Gudrun Dörfler
  • Sandy Petermann


- Mein Führungsteam

  • Doris Ziegler
  • Wolfgang Menge


- Und – last but not least – meine Frau Marion
 

Klaus Hohlweg blickte ebenso zurück auf sein Engagement in weiteren Verbandsebenen und die Auszeichnungen, die er für sein großartiges Engagement schon erhalten hat.

Bernd Franz, Vorstandsvorsitzender, ergriff das Wort und bedankte sich bei Klaus Hohlweg für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement zum Wohle unzähliger Menschen mit Diabetes. Ebenso dankte er allen, die ihn dabei unterstützt haben, insbesondere bei den anwesenden Ehrengästen Dr. Zeißler und Gudrun Dörfler, sowie bei Ehefrau Marion Hohlweg.

Anschließend überreichte er Klaus Hohlweg feierlich die Leo-Malcherczyk-Medaille in Gold, inklusive der zugehörigen Urkunde und eines kleinen Präsents. (Klaus Hohlweg, Marion Köstlmeier)
 

Klaus Hohlweg verabschiedet Bernd Franz als Vorstandsvorsitzenden

Mit Bernd Franz verbindet mich eine jahrezehntelange Freundschaft. Sie ist darin begründet, dass sich meine ehrenamtliche Arbeit beim Diabetikerbund Bayern und meine Arbeit als Schwerbehindertenvertretung sehr ähnelten – so auch bei Bernd Franz. Im Laufe der Zeit schweißten wir uns zusammen. Doris Ziegler und ich waren auf vielen Diabetes Roads mit ihm unterwegs, des Weiteren auf vielen Diabetikertagen usw.

Bernd Franz hat durch sein Engagement den Namen „Diabetikerbund Bayern“ gestärkt. Dies merkte ich daran, dass ich als Referent für unterschiedliche Themen angefragt wurde. Das machte zwar Arbeit – aber auch unwahrscheinlich viel Spaß.

Bernd Franz wurde auch immer von seiner Frau Elisabeth unterstützt, denn ohne ihre Hilfe wäre diese umfangreiche Tätigkeit alleine nicht zu leisten gewesen.

Dafür bedanke ich mich bei Euch recht herzlich mit einen Präsent für jeden. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit Euch zu arbeiten. Ich würde mich freuen, wenn wir weiterhin in Kontakt bleiben. (Klaus Hohlweg)