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Leo-Malcherczyk-Medaille in Gold: Schloss-Apotheke Falkenstein ausgezeichnet

Vor der Schloss-Apotheke: Apothekerin Sonja Stipanitz (Mitte) mit Medaille und Urkunde, überreicht von Bernd Franz, Vostandsvorsitzender, und Ehefrau Elisabeth Preisinger-Franz © Anton Feigl

© Wolfgang Popp

Schon 2019 fiel der Beschluss, die Schloss-Apotheke Falkenstein (Landkreis Cham) mit dieser Medaille für ihr schon viele Jahre währendes Engagement für den Diabetikerbund Bayern, für die Selbsthilfe und damit für Menschen mit Diabetes auszuzeichnen.

Aus organisatorischen Gründen war die Verleihung auf 2020 verschoben worden – doch dann kam Corona mit Lockdown und Kontaktbeschränkungen. Aber verschoben war definitiv nicht aufgehoben – die Verleihung wurde nun im Juli 2021 vor Ort nachgeholt.

Die Schloss-Apotheke unterstützt den Diabetikerbund Bayern seit vielen Jahren - durch ihre Fördermitgliedschaft, ergänzt mit viel persönlichem Engagement. So half uns die Apotheke bei Veranstaltungen und Mess-Aktionen, Inhaberin Sonja Stipanitz stand als Referentin zur Verfügung. Ihr Team und sie sind unsere Ansprechpartner in allen Patientenfragen rund um Apotheke usw. Besonders bei der „Diabetes Road“ konnten wir immer auf sie zählen: Seit 2017 war die Falkensteiner Apotheke an vielen Standorten in zahlreichen Städten Bayerns mit zwei Mitarbeiterinnen regelmäßig aktiv dabei, füllte zahlreiche Diabetes-Risiko-Testbögen mit Interessierten aus und führte unzählige Blutzucker- und Blutdruckmessungen durch. Sie berieten zu den Messergebnissen und allen Fragen rund um Diabetes.

Sonja Stipanitz, Inhaberin der Schloss-Apotheke Falkenstein, freute sich riesig über die Auszeichnung und betonte, die Apotheke werde sich auch weiterhin für Menschen mit Diabetes stark machen.

Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für das großartige Engagement!
 

Wer war Leo Malcherczyk?

Leo Malcherczyk (*1923, †2008), von Beruf Sozialrichter, gründete in den 70iger Jahren den Landesverband Bayern im Deutschen Diabetiker Bund (DDB) und baute ihn gemeinsam mit seiner Frau Betti auf. Von 1976 bis 1980 war er Landesvorsitzender. 1986 kehrte er in den Landesvorstand zurück, dem er bis zum Jahr 2000 in folgenden Ämtern angehörte: 1986–1990 Beisitzer, 1991–1996 stellv. Landesvorsitzender und 1997–2000 Beisitzer. Bis 2006 war er aktives Beiratsmitglied im Diabetikerbund Bayern. Betti Malcherczyk begleitete von 1976 bis 1986 das Amt der Landesschatzmeisterin. Die Wurzel des Engagements der beiden rührte aus der Diabeteserkrankung einer ihrer Töchter.

Über drei Jahrzehnte leistete Leo Malcherczyk aktive ehrenamtliche Arbeit im Diabetikerbund. Sein Hauptaugenmerk galt dem Bereich Sozial- und Arbeitsrecht – noch bis ins Jahr 2007 bot er Beratungen in der Nürnberger Geschäftsstelle an. Viele Jahre war er im Arbeitskreis „Arbeit und Soziales“ im DDB und im Ausschuss Soziales der Deutschen Diabetes Gesellschaft aktiv. Er war Mitbegründer des heutigen Rechtsberatungsnetzes.

Er leistete Starthilfe in den neuen Bundesländern und war in seinen Schwerpunkten Autor im Diabetes-Journal. Zusammen mit Hermann Finck verfasste er das Buch „Diabetes & Soziales“, das lange Zeit als Standardwerk in diesen Fragen galt.

Er war sehr bescheiden und wollte nie ins Rampenlicht gestellt werden. Für sein Engagement ehrte ihn die Deutsche Diabetes Gesellschaft mit der Gerhardt-Katsch-Medaille. Sie wird Persönlichkeiten verliehen, die sich in der Laienarbeit für Menschen mit Diabetes verdient gemacht haben.