Berichte

inviva 2022: Blutzucker-Checks, praktische Tipps und viele Gespräche

Unser Stand - immer gut besucht © Verena Hädrich

Nach einem Jahr „Corona-Zwangspause“ fand in Nürnberg die Messe „Freizeit Touristik & Garten“ im Messezentrum Nürnberg statt. An zwei Tagen war dort auch die inviva – Mitten im Leben … integriert. Diese regionale Veranstaltung bietet Besuchern unter anderem Anregungen und Informationen für ein aktives, selbstbestimmtes Leben mit Themen wie Prävention und Gesundheit an.

Gerne nahmen auch wir wieder die Möglichkeit wahr, mit einem kostenlosen Info-Stand rund um Diabetes zu informieren und gleichzeitig auf die Arbeit und die Angebote vom Diabetikerbund Bayern aufmerksam zu machen.
Unser Service „mal schnell den Blutzucker (BZ) testen zu lassen“, wurde sehr gern wahrgenommen. Immer wieder kam es hier zu kleinen Warte-Schlangen. Dank dem ausdauernden Einsatz unserer ehrenamtlichen medizinischen Fachkräfte kam jeder dran! Wer sich mutig in den Finger piksen ließ, durfte anschließend zur Entschädigung am Glücksrad drehen. Und einen Gewinn gab es immer, ob „nur“ eine kleine Pillendose, ein umweltfreundliches Einkaufsnetz für Obst und Gemüse, eine praktische Schreibmappe oder, oder … wir hatten viele Preise zum Aussuchen. Der gemessene BZ-Wert lag häufig im Normbereich, worüber sich die „Getesteten“ immer sehr freuten - „na da bin ich aber froh und beruhigt, danke!“ oder „gut zu wissen, denn der Zucker wurde bei mir noch nie gemessen …“

War der Wert erhöht, kam immer wieder die Aussage „oh, aber ich hab ja grad erst etwas gegessen“ bzw. wenn das Essen länger als zwei Stunden zurück lag „ja, mein Doktor hat schon mal gesagt, dass ich ein Risiko für Diabetes habe, da muss ich wohl wirklich aufpassen“ oder „ach je, was darf ich jetzt überhaupt noch essen??“ Hier kamen unsere Typ 2er Broschüren sowie Infos und die Einladung zu den regionalen Selbsthilfegruppen zum Einsatz, alles wurde gern dankbar angenommen.

Natürlich gab es auch unter den Besuchern einige, die bereits von ihrem Diabetes, meist Typ 2, wussten und gut damit zurechtkommen. Sie nutzten die Gelegenheit, um sich über Aktuelles und Neues rund um das Thema zu informieren oder sich einfach mal mit anderen auszutauschen. So ist zum Beispiel nicht jeder Typ 2er übergewichtig, und andersherum ist nicht jeder Mensch mit Adipositas automatisch Diabetiker! Auch die teils bestehende Meinung „wenn ich Insulin brauche, dann ist das mit dem Diabetes ja noch viel schlimmer“ konnten wir im Gespräch widerlegen bzw. aus eigener Erfahrung berichten.

Auch mit ein paar Typ 1-Diabetikern oder deren Angehörigen knüpften wir Kontakt. Praktische Tipps für den Alltag mit FGM-/CGM-Systemen z.B. mögliche, alternative Setzstellen des Sensors, wurden dankbar angenommen. Wie Eiweiß in der Ernährung bei Typ 1 den Blutzuckerverlauf beeinflussen kann, war ebenfalls ein interessanter Punkt in Gesprächen.

Sehr gefreut haben wir uns auch über die Schilderung eines Elternpaars: Ihr Sohn, der mit 11 Jahren noch nicht sehr lange mit Typ 1 lebt, damit jedoch bereits gut zurechtkommt, konnte und durfte ganz selbstverständlich auch mit (trotz!!!) Diabetes ins Pfadfinder-Lager fahren! Dies hat unsere Meinung bestätigt, dass auch Kinder mit Typ 1 nahezu ganz „normal“ wie andere Kinder aufwachsen können und sollten!

Insgesamt war die Teilnahme an der inviva wieder eine gute Sache: wir konnten über Diabetes informieren, Betroffenen weiterhelfen und den Diabetikerbund Bayern als Ansprechpartner für Menschen mit Diabetes dadurch hoffentlich wieder ein Stück weit bekannter machen!

Vielen Dank, liebe „inviva-Stand-Truppe“, für Eure tatkräftige Unterstützung - wir waren wieder ein tolles Team! Im Einsatz waren: Dieter Meier, Verena Hädrich, Brigitte von Keitz-Wahl, Brigitte Meier, Elisabeth Ertel und Hans Bayer. (Elke Popp)