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„Einzelkämpfer“ Lothar Eismann für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Karl-Heinz Stupka, Leiter der DSHG Weiden, ehrt Mitgliedsjubilar Lothar Eismann (li.) © Irmgard Stupka

Am 6. August ehrte Karl-Heinz Stupka, Leiter der Diabetiker-Selbsthilfegruppe Weiden, im Rahmen eines Gruppentreffens Mitgliedsjubilar Lothar Eismann für 25 Jahre Mitgliedschaft im Diabetikerbund Bayern e.V.

Als im Vorstand des damaligen DDB-Landesverbands Bayern der Generationswechsel von Anita Storch zu Volker Krempel stattfand, als bei örtlichen Diabetikertagen noch bis zu 700 Teilnehmer gezählt wurden ( wie z.B. an einem 21. September beim Diabetikertag Hof), traf im Juli des Jahres 1996 der Aufnahmeantrag von Lothar Eismann ein.

In diesem Jahr war der damals 25-Jährige schon seit acht Jahren Typ 1-Diabetiker. Er befand sich gerade zur Neueinstellung im Krankenhaus München-Bogenhausen, wo ihm der Aufnahmeantrag des Diabetikerbundes in die Hände fiel. Nach der Erstmanifestation hatte er sich mit „seinem“ Diabetes noch etwas bedeckt gehalten: er mied auch die in seiner unmittelbaren Nähe befindliche Diabetiker-Selbsthilfegruppe (DSHG) Weiden - aber nun entschloss er sich, offensiver mit seinem Diabetes umzugehen.

Waren in seinen ersten Diabetikerjahren Hausarzt, Internist und Aufenthalte wie z.B. in Bad Mergentheim seine Informationsquellen, so kamen nun der kontakt und die Broschüren des Diabetikerbundes hinzu. Nachdem die erste Phase der Niedergeschlagenheit nach der Diagnosestellung überwunden war, steckte er seinen Kopf nicht in den Sand, sondern nahm das Leben wieder in die eigenen Hände. Er studierte Maschinenbau, gründete eine Familie, kaufte sich ein Haus und stieg intensiv ins Berufsleben ein. In der Schul-, Studiums- und Berufszeit waren keine größeren Probleme mit der Krankheit aufgetreten, auch Probleme mit der Umgebung gab es nicht. Vor diesem Hintergrund war er zwar manchmal auch bei einem Diabetologen in Behandlung, größtenteils managte er seinen Diabetes aber weiterhin in Eigenregie, quasi als Einzelkämpfer. Weiterhin hörte er von den Veranstaltungen der nahen DSHG, von Gruppenabenden und Diabetikertagen - zu einem Besuch kam es aber, auch wegen seines beruflichen und sportlichen Engagements, weiterhin nicht. Sportlich war und ist er als Aktiver und als Spartenleiter beim BVS (Behinderten- und Versehrtensportverein Weiden) im Fußballtennis engagiert.

So war diese Ehrung zur 25-jährigen Mitgliedschaft die erste Gelegenheit, mit dem örtlichen SHG-Leiter in Kontakt zu kommen. In diesem Zusammenhang konnten dann einige Neuerungen angesprochen, sowie der erste Kontakt mit einer zuständigen Firmenvertreterin zur Klärung einer speziellen Fragestellung in die Wege geleitet werden. Somit zeigte sich: auch für einen Einzelkämpfer in Sachen Diabetes kann die Gemeinschaft einen Nutzen bieten. (Karl-Heinz Stupka)