Berichte Kinder & Jugend Stories

Diabetes Camp 2020 – Wagrain

DiabetesCamp Wagrain 2020 - wir alle waren dabei und haben viel erlebt © Bernd Franz

Der eigentliche Wochenplan - Dauerregen stellte ihn auf den Kopf! © Bernd Franz

Wertebesprechung mit Dr. Jochem © Bernd Franz

Eines der Kinder-Fußballteams © Bernd Franz

Fußballturnier, Betreuer-Mannschaft © Bernd Franz

Platz-Vorbereitung fürs Fußballturnier © Bernd Franz

Gemeinschaft erleben macht stark © Bernd Franz

Anfang August trafen sich Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren zum jährlichen DiabetesCamp, heuer im Jugendhotel Wagrain, Österreich. Sie erlebten mit ihrem Betreuerteam acht intensive Tage, gefüllt mit vielen Aktivitäten, Spaß und gemeinsamem Lernen rund um den täglichen Umgang mit ihrem ständigen Begleiter – Diabetes mellitus Typ 1.

Viele hatten jederzeit mit einer coronabedingten Absage gerechnet. Doch Camp-Organisator Bernd Franz glaubte immer an die Durchführbarkeit des Camps und suchte nach einer Lösung, um allen angemeldeten Kindern die Teilnahme zu ermöglichen. Nur durch die Verlegung von Berchtesgaden nach Wagrain war dies möglich.

Soviel vorweg: Das Camp gelang – es war ein voller Erfolg!

Schon am 31. Juli reiste das Betreuerteam an. Gemeinsam wurden letzte Vorbereitungen getroffen und die Camp-Regeln ausgearbeitet.

Am Nachmittag des 1. August trafen die Kinder und Jugendlichen ein. Nach der Übergabe an die jeweiligen Betreuer und dem Abschied von den Eltern konnte das Camp starten! Der restliche Tag stand ganz im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens inkl. der Wiedersehensfreude von „Wiederholungscampern“, der Erkundung der Unterkunft und natürlich der Besprechung der Camp-Regeln.

Dorfrallye, Ausflüge. usw.

Gespannt waren die Kinder auf das, was sie in den nächsten Tagen erwarten würde. Doch – oh weh: Dauerregen in den ersten Tagen - den hätten wir gerade jetzt nicht gebraucht!!! Das so schön durchorganisierte Wochenprogramm wurde wetterbedingt kurzerhand „auf den Kopf“ gestellt und neu durchgemischt.
Den Ort Wagrain lernten wir bei einer Dorfrallye kennen. Lange in Erinnerung bleiben werden sicher die Eisriesenwelten Werfen, die Burg Hohenwerfen und die Greifvogelschau. Der Donnerstag war ganz unserem Camp-internen Fußballturnier gewidmet, darunter ein Camp-Betreuerteam. Weitere Programmpunkte waren die Bergerlebniswelt Grafenberg und die Wasserwelten Wagrain. Und natürlich nutzten wir ausgiebig die Freizeitmöglichkeiten des Jugendhotels: Tischtennis, Volleyball, Basketball, Klettern….

Das alles war eingebettet in Schulungseinheiten mit dem eindeutigen Schwerpunkt „Diabetes-Praxis im Alltag“. Täglich wurden die Blutzuckerverläufe durch das Diabetesteam gecheckt und mit den Teilnehmern besprochen. Ziel unserer DiabetesCamps ist immer, die Kinder im Umgang mit ihrem Diabetes im Alltag sicherer zu machen und sie zu motivieren, sich altersgerecht selbstständig um ihren Diabetes zu kümmern.

Alle Beteiligten haben miteinander und voneinander viel gelernt, vieles erlebt und jede Menge Spaß gehabt – und in diesen besonderen Zeiten ein Stück Normalität erlebt, die natürlich immer wieder an Corona-Grenzen stieß.

Ein herzliches Dankeschön an alle!

Unser Dank gilt dem gesamten Camp- und Organisationsteam. Nur durch Euer/Ihr Engagement sind Camps wie dieses möglich! Wir danken auch allen finanziellen Förderern dieses DiabetesCamps!

Ein ganz besonderer Dank gilt unserem Vorstandsvorsitzenden und Camp-Organisator Bernd Franz und seiner Frau Elisabeth Preisinger-Franz, die seit vielen Jahren unsere DiabetesCamps ganz entscheidend geprägt und vorangebracht haben. (Bernd Franz, Marion Köstlmeier)
 

Stimmen zum Camp Wagrain
 

In diesem Jahr sind wir mit dem Diabetes-Camp nach Wagrain in Österreich gegangen. Der Ort war nicht abgelegen, sodass man leicht hinkommen konnte. Es war für alle Kinder ein schönes Erlebnis – für mich war es bereits das vierte Mal. Ich muss sagen, dass es von allen das beste Camp war, an dem ich je teilnehmen durfte.
Das lag natürlich daran, dass ich meine Freunde aus den letzten Jahren alle wiedergesehen habe, dass meine Diabetes-Werte und -kurve sich eindeutig verbessert haben und dass wir richtig abenteuerliche Erlebnisse gemacht haben – kurz: es war eine tolle Gemeinschaft.

Wir sind in die „Eisriesenwelten“ gegangen, die die größte Eiswelt der Welt ist. Wir haben lustige Wanderungen gemacht und sind auch im naheliegenden Spaßbad schwimmen gegangen.

Unsere Unterkunft, das Jugendhotel Saringgut, war ausgezeichnet. Die Zimmer hatten genug Platz für alle. Zum Gelände gehörte auch ein Beachvolleyballplatz, ein Fußballfeld, ein Diskoraum und eine große Halle mit Tischtennisplatten und Kicker.

Die Verpflegung war sehr gut organisiert. Auch auf Vegetarier und glutenfreie Kost wurde Rücksicht genommen. Das Essen war sehr schmackhaft und alle hatten großen Appetit.

Ich finde, es war in jeder Hinsicht das beste und schönste Camp, das wir je hatten.

                                                                                                                                             Julie Herber, 12 Jahre

Wir als Eltern möchten an dieser Stelle Bernd Franz und seiner Frau Elisabeth von Herzen Danke sagen, dass sie über so lange Jahre das Diabetes-Camp organisiert und begleitet haben.

Sie haben dies stets mit viel Herzblut und Liebe zu den Kindern und Jugendlichen getan und so konnten wir uns auch heuer wieder sicher sein, dass unsere Tochter und die anderen „Diabetes-Kids“ für mehr als eine Woche bei den beiden und ihren jungen Betreuerinnen und Betreuern in guten Händen sind.

Für die Kinder ist das Camp alljährlich eine willkommene Gelegenheit, mit anderen Mädchen und Buben zusammenkommen, die auch von Diabetes betroffen sind, um sich auszutauschen, und vielleicht auch um festzustellen, dass man mit dieser chronischen Erkrankung sehr gut leben kann – vor allem aber, dass es im Leben noch mehr gibt als das Thema Diabetes.

Auch 2020 war daher abermals eine gelungene Mischung aus Spiel, Sport, Spaß und dem spielerischen Einüben von Bewältigungsstrategien angesagt - ein voller Erfolg also und das alles ohne jeden pädagogischen Zeigefinger!

Einmal muss Schluss sein – und so wünschen wir beiden, Bernd und Elisabeth, das Allerbeste für den Camp-Ruhestand, verbunden mit der Hoffnung, dass die gute Tradition auch künftig in ihrem Sinne fortgesetzt wird.

                                                                                                                                         Martin und Gisela Herber