Berichte

Ansturm auf der INVIVA 2019 - Anziehungsmagnet: Glücksrad und Blutzuckermessung

Unsere Anziehungspunkte: Blutzuckermessung und Glücksrad © Dieter Meier

Geduldiges Warten auf den Fingerpieks © Dieter Meier

Unsere Beteiligung an der „inviva“, Teil der Nürnberger Garten- und Freizeitmesse (27.02.-03.03.), war in den letzten Jahren schon immer eine Selbstverständlichkeit. Und dennoch war heuer alles ganz anders: Bisher Mitwirkende am Stand des Paritätischen, hatten wir 2019 erstmals einen eigenen Stand und damit mehr Platz und mehr Möglichkeiten, den Diabetikerbund Bayern und unsere regionalen Selbsthilfegruppen vorzustellen.

Fünf Tage Messe, fünf Tage Standpersonal von jeweils 9:30 bis 18 Uhr – natürlich in der Selbsthilfe und im Diabetes sachkundig: Das war ehrenamtlich nicht einfach zu stemmen, aber mithilfe von vielen Selbsthilfegruppen aus der Region (SHG Typ 1 Schwabach, Typ 2 Diabetiker-Treff Nürnberg, SHG Röthenbach/Pegnitz, SHG Augsburg Typ 2), Vorstandsmitgliedern, Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten haben wir diese Herausforderung gemeinschaftlich gemeistert.

Dank der Unterstützung von Fachpersonal aus eigenen Reihen und wiederum Familie, Freunden und Bekannten war es uns möglich, an allen fünf Tagen Blutzuckermessungen anzubieten!

Motto: Erst messen, dann drehen!

Und das wurde sehr gerne wahrgenommen – auch, weil der Weg zum Glücksrad nur über die Blutzuckermessung führte. Der meistgesprochene Satz war mit Sicherheit: “Erst messen, dann drehen“. Der Lohn war einmal das Wissen um den eigenen momentanen Blutzuckerwert und ein kleiner Gewinn am Glückrad, denn Nieten gab es bei uns nicht! Selbst zu den Stoßzeiten wurde geduldig gewartet, bis man „dran“ war. Wir zählten nach Messeschluss am Sonntagabend anhand der leeren Teststreifenkartons sage und schreibe 1000 Messungen!
Viele Besucher freuten sich über einen im Normbereich gemessenen Wert. Allerdings war das ein oder andere Ergebnis auch überraschend (zu) hoch, so dass wir den Betroffenen empfahlen, einen Arzt aufzusuchen um eine eventuell bisher nicht entdeckte Erkrankung entsprechend behandeln zu lassen. Zahlreiche bereits Betroffene und Angehörige nutzten die Möglichkeit zum Gespräch, um sich rund um die Erkrankung und unsere Angebote zu informieren oder um Erfahrungen auszutauschen.

Teilgenommen haben alle Generationen – vom Baby (die Mutter wollte nach Schwangerschaftsdiabetes sicher gehen) bis zum hochbetagten Besucher.

Natürlich wurden auch viele Fragen rund um Diabetes gestellt und mit vereinten Kräften beantwortet. Eine immer wiederkehrende Frage betraf Kontinuierliche Messsysteme und hier schwerpunktmäßig aus dem Klientel heraus Fragen zum Freestyle Libre: Welche Kasse erstattet ihn, wie funktioniert er, tut das Setzen weh? Und natürlich Fragen zu Selbsthilfegruppen in der Region – darauf waren wir besonders gut vorbereitet, die Flyer und Gruppenprogramme fanden reißenden Absatz.

So manches Mal waren wir verwundert über die Fragen, gestellt von vermeintlich geschulten Diabetikern. Ihnen täte die Mitgliedschaft und die Information über unsere Verbandsmedien wahrlich gut – ebenso der Besuch in unseren regionalen Selbsthilfegruppen.

Erneut haben wir durch unseren gemeinsamen Einsatz über Diabetes und die Möglichkeiten der Selbsthilfe informiert. Jetzt sind wir gespannt auf unsere nächsten Gruppentreffen mit hoffentlich dem ein oder anderen neuen Teilnehmer!?

Vielen Dank allen Helfern, die alle Hände voll zu tun hatten – ihr wart KLASSE: Uschi Scherak, Brigitte und Wolfgang Laue, (SHG Röthenbach/Pegnitz), Verena Hädrich, Brigitte Meier, Ellen Lucht, Gabi Kassebaum, Joe Knapp (SHG Typ 1 Schwabach), Elke Popp, Paula Runge, Erna und Hans-Georg Grell, Hans Bayer, Dieter Meier (Typ 2 Diabetiker-Treff), Editha Bauer (SHG Typ 2 Augsburg). Bernd Franz (Vorstandsvorsitzender) sowie Elisabeth Preisinger-Franz, Dagmar Herbert, Elisabeth Ertel und Laura Popp. (Elke Popp)